PRO PLANET

Die REWE Group kennzeichnet mit dem Label PRO PLANET konventionell hergestellte Produkte, die die Umwelt und Gesellschaft während ihrer Herstellung, Verarbeitung oder Verwendung deutlich weniger belasten. Dabei werden ökologische und soziale Nachhaltigkeitsaspekte entlang der gesamten Wertschöpfungskette berücksichtigt.

Alle Konsumentinnen und Konsumenten sollen Zugang zu Produkten mit nachhaltigem Mehrwert haben – und das zu attraktiven Preisen, auch im Massenmarkt. Besonders wichtig war uns, dass der Vergabeprozess von PRO PLANET nachvollziehbar und transparent gestaltet wird.

Daher haben wir bei der Entwicklung von PRO PLANET verschiedene Stakeholder (Nichtregierungsorganisationen, Wissenschaftler, Produzenten u.v.m.) eingebunden und in der Umsetzung arbeitet die REWE Group mit unabhängigen Experten zusammen. Genauso werden alle Projekte von PRO PLANET durch einen unabhängigen Expertenbeirat begleitet.

Damit bietet die REWE Group eine verlässliche Orientierungshilfe für Verbraucher, die mit ihrem Einkauf auch etwas für die Umwelt und die Sozialverträglichkeit von Produkten tun wollen.

Warum PRO PLANET bei der REWE Group?

Die REWE Group bezieht und vertreibt bereits eine Reihe von Produkten, deren hohe Qualität durch etablierte Siegel ausgewiesen ist. In der Regel beziehen sich diese Labels auf bestimmte Produktkategorien, wie beispielsweise das MSC Label (Marine Stewardship Council), mit dem Fisch aus nachhaltigerer Fischerei ausgezeichnet wird. Darüber hinaus konzentrieren sie sich jeweils entweder auf soziale oder ökologische Aspekte. So gibt es bereits eine Vielzahl von ökologischen Gütesiegel, die auf gehobene Umweltstandards hinweisen. Ein Label, das sowohl Umweltaspekte als auch den Schutz der Gesundheit und das Wohlbefinden der Menschen berücksichtigt, fehlte bisher.

Mit PRO PLANET hat die REWE Group ein Label entwickelt, das beide Aspekte einbezieht. Zugleich kann es auf alle Warengruppen übertragen werden. Das PRO PLANET Label unterscheidet sich auch deshalb von anderen Kennzeichnungen, da die REWE Group im Rahmen des Vergabeprozesses den gesamten Lebenszyklus des Produkts unter die Lupe nimmt. So werden in der Hot Spot-Analyse z.B. auch der Konsum und die Entsorgung der Produkte untersucht und gegebenenfalls Verbesserungsmaßnahmen in diesen Bereichen erarbeitet.

Doppelte Auszeichnung für besonders umwelt- und sozialverträgliche Produkte

Das PRO PLANET Label bietet dem Verbraucher zusätzlich zu bereits vorhandenen Siegeln eine Orientierungshilfe für nachhaltigen Konsum. So werden auch Produkte in das PRO PLANET Sortiment aufgenommen, deren Nachhaltigkeit durch andere Zertifizierungen belegt ist. Jedes bereits zertifizierte Produkt muss den gesamten Vergabeprozess von PRO PLANET durchlaufen und wird nur dann mit dem PRO PLANET Label versehen, wenn die Auflösung der identifizierten Hot Spots tatsächlich belegt ist. 

Produkte aus dem Bio Sortiment werden den PRO PLANET Vergabeprozess nicht durchlaufen. Die Bio Lebensmittel, die ein österreichisches Bio-Siegel oder das EU-Bio-Logo tragen, erfüllen strengere Standards, als sie von der EG-Öko-Verordnung vorgeschrieben werden. Das bereits seit 1994 eingeführte Bio-Sortiment von Ja! Natürlich bei BILLA, MERKUR und ADEG und das Echt B!O-Sortiment von PENNY werden weiterhin ein eigenständiger und wichtiger Bestandteil der nachhaltigen Sortimentspolitik der REWE Group bleiben und auch künftig stark gefördert.

Der Vergabeprozess

Als Handelsunternehmen sieht die REWE Group ihre zentrale Aufgabe darin, Kundinnen und Kunden mit hochwertigen Produkten und Dienstleistungen zu versorgen. Dabei ist es der REWE Group ein Anliegen, diese in einer Qualität anzubieten, die über die Eigenschaften der Ware hinaus auch durch ökologische und soziale Nachhaltigkeit überzeugt. Vor diesem Hintergrund hat die REWE Group das PRO PLANET Label entwickelt.

Dieses Navigationssystem für nachhaltigere Produkte bietet Verbrauchern, die bei ihrem Einkauf auf den Schutz der Umwelt und auf die Sozialverträglichkeit von Produkten achten, eine verlässliche Orientierungshilfe. Mit dem PRO PLANET Sortiment möchte die REWE Group Produkte mit nachhaltigerem Mehrwert zu attraktiven Preisen anbieten und den nachhaltigen Konsum in der Breite fördern.

Wie kommt das PRO PLANET Label auf die Produkte?

Ein Produkt erhält das PRO PLANET Label, nachdem es einen fünfstufigen standardisierten Prozess erfolgreich durchlaufen hat. Dieser wurde von der REWE Group gemeinsam mit Experten des Collaborating Centre on Sustainable Consumption and Production (CSCP), der Innovationsberatungsagentur triple innova und dem Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie entwickelt. Dadurch stellt die REWE Group sicher, dass der Prozess transparent und nachvollziehbar verläuft und zum gewünschten Ziel führt: Zu einem Produktlebenszyklus, der für unsere Umwelt oder für die Menschen verträglicher gestaltet ist. 

In 5 Schritten zum PRO PLANET Produkt 

1. Hot Spot Analyse 

Der Vergabeprozess beginnt mit der Hot Spot Analyse. Ein unabhängiges Institut nimmt den gesamten Lebenszyklus der ausgewählten Produktgruppe kritisch unter die Lupe. Unter Hot Spots werden ökologische und soziale Probleme verstanden, die während der Herstellung, Verarbeitung, im Vertrieb oder während des Gebrauchs des zukünftigen PRO PLANET Produkts auftreten. Die Analyse ist ein wichtiges Instrument, um die bekannten Probleme im Lebenszyklus des Produkts zu identifizieren und die Schwachstellen aufzulösen oder zu verringern.

Insbesondere folgende Bereiche werden dabei eingehend analysiert:

  • Einsatz von Ressourcen
  • Klimaschutz
  • Artenvielfalt und Tierschutz
  • Soziale Verantwortung
  • Produktsicherheit

Das beauftragte Institut wertet die Ergebnisse wissenschaftlicher Studien zu der jeweiligen Produktgruppe aus. Im Anschluss zieht die REWE Group Fachleute aus dem ökologischen und sozialen Bereich hinzu, die diese wissenschaftlichen Inhalte um ihr Wissen aus der Praxis ergänzen. 

Auch Mitarbeiter der REWE Group beteiligen sich am Analyseprozess, indem sie die Ergebnisse der Studien vor dem Hintergrund ihrer Erfahrungen kommentieren. Zum Schluss wird die Hot Spot-Analyse mit dem Beirat diskutiert und abgestimmt. 

Die Hot Spot-Analyse wird alle drei Jahre wiederholt. Dadurch stellt die REWE Group sicher, dass die Produkte dauerhaft die hohen Ansprüche des PRO PLANET Labels an Qualität und Nachhaltigkeit erfüllen. Zugleich trägt das wiederholte Analyseverfahren dazu bei, dass die Nachhaltigkeitsanforderungen in allen Produktionsschritten kontinuierlich weiterentwickelt werden.

2. Vorschlagkatalog 

Sind die wesentlichen Probleme eines Produktes identifiziert, werden Lösungsvorschläge erarbeitet und in einem Vorschlagskatalog gesammelt. Wie auch in der Hot Spot Analyse werden hierbei vier Phasen des Lebenszyklus eines Produktes einbezogen:

  • Rohstoffgewinnung / Landwirtschaft
  • Produktion / Verarbeitung
  • Handel / Logistik
  • Konsum / End of Life 

Der Vorschlagskatalog enthält Maßnahmen, die das Institut während der Hot Spot-Analyse eingebracht hat, sowie Ergänzungen seitens des Beirats und der beteiligten Fachleute. Die Mitarbeiter der REWE Group vervollständigen diese Sammlung, indem sie ihre Erfahrungen aus der Praxis einbringen. Die vorgeschlagenen Maßnahmen beziehen sich immer auf die gesamte Produktgruppe, sind fundiert und ggf. auch erfolgreich praktisch erprobt worden.

3. Machbarkeitsabschätzung 

Können die bestehenden Probleme bei der Herstellung, im Transport oder in der Anwendung eines Produkts mithilfe der vorgeschlagenen Projekte und Verfahren beseitigt werden? Das ist die zentrale Frage, die im nächsten Schritt mithilfe einer Machbarkeitsabschätzung beantwortet werden muss. Hierbei bezieht die REWE Group auch ihre Handelspartner und Lieferanten ein. 

Auf Basis der Machbarkeitsabschätzung entwickeln die Mitarbeiter der REWE Group umsetzbare Maßnahmen, die priorisiert und mit überprüfbaren Zielvorgaben versehen werden. Darüber hinaus ist entscheidend, dass die Projekte und Initiativen zur Verringerung oder Auflösung der Hot Spots finanzierbar sind und dass die notwendigen Ressourcen zur Verfügung stehen.

4. Umsetzung der Maßnahmen 

Um die Probleme in der Wertschöpfungskette zu verringern, initiiert die REWE Group PRO PLANET Projekte. Diese dienen dazu, den Lebenszyklus eines Produkts für die Umwelt oder für die Menschen – in etlichen Fällen sogar für beide – verträglicher zu gestalten. 

Hierbei arbeitet die REWE Group eng mit Lieferanten und ausgewählten Projektpartnern zusammen. Nachdem im Vorfeld jedes Projektes Ziele und Kontrollgrößen gemeinsam festgelegt worden sind, werden alle Entwicklungen in einem Maßnahmenplan kontinuierlich festgehalten. Dieser beinhaltet neben den erreichten Verbesserungen auch alle Ziele und Maßnahmen, die für eine positive Weiterentwicklung notwendig sind. 

5. Vergabe des PRO PLANET Labels 

Über die Vergabe des PRO PLANET Labels wird innerhalb der REWE Group entschieden. Es dürfen nur Produkte gelabelt werden, die zuvor vom Beirat freigegeben wurden. 

Welche Rolle hat der Beirat? 

Der Beirat besteht aus fünf ständigen Mitgliedern, deren Fachkompetenz die für PRO PLANET relevanten Felder abdeckt. Den Vorsitz hat Bernward Geier. Der in der Landwirtschafts- und Umweltpolitik engagierte Journalist und Berater ist langjähriger Experte im Bereich Nachhaltigkeit. Kristian Klöckner, Referent Strategische Planung Naturschutz beim NABU – Naturschutzbund Deutschland e.V, vertritt den Bereich Ökologie. Die Belange der Verbraucher werden durch Georg Abel, Bundesgeschäftsführer der Verbraucher Initiative e.V. repräsentiert. Das Feld Soziales wird von Friedl Hütz-Adams vom Südwind-Institut abgedeckt. Zusätzlich wird der Beirat bei spezifischen Fragestellungen durch externe Berater unterstützt. Der Beirat unterstützt die REWE Group in allen Prozessschritten als fachlicher und technischer Berater. Außerdem wird er in Kommunikationsfragen hinzugezogen.

Fisch und Meeresfrüchte sind gesunde Proteinlieferanten, die sich auch bei österreichischen Konsumentinnen und Konsumenten zunehmender Beliebtheit erfreuen. 

Doch das Ökosystem Meer hat bereits großen Schaden genommen. Nach Schätzungen der Welternährungsorganisation (FAO) sind ca. 80 Prozent der Fischbestände überfischt oder von der Überfischung bedroht. Die REWE Group möchte zum Schutz des Meeres beitragen und bietet Ihnen Fischprodukte mit dem PRO PLANET Label an. Alle Produkte mit dem PRO PLANET Label tragen das blaue MSC-Logo (Marine Stewardship Council). 

Zusätzlich zum MSC-Siegel hat die REWE Group eine eigene Orientierungsliste für Wildfischprodukte entwickelt. Sie berücksichtigt die Bestände in den jeweiligen Fanggebieten und Fangmethoden anhand bestehender Bewertungen von Organisationen wie Greenpeace und WWF. 

Weltweite Überfischung eindämmen

Durch die kommerzielle Nutzung sind einst große Fischbestände enorm geschrumpft oder gar zusammengebrochen, die Meeresumwelt ist in einigen Regionen stark belastet. Dafür sind zum einen die weiterhin steigenden Fangmengen verantwortlich. Zum anderen schädigen Fangmethoden (z.B. Schleppnetze) den Meeresboden und führen zu einem hohen Anteil an ungewolltem Beifang. 

Beifang vermindern

Bei manchen Fangmethoden und Fischarten werden zusätzlich zu den gewünschten Fischen teilweise enorme Mengen anderer Meereslebewesen mitgefangen. Dieser so genannte Beifang besteht z.B. aus noch nicht geschlechtsreifen Jungfischen, Walen, Schildkröten, Krabben oder Seevögeln. Da die Fangschiffe in der Regel auf die Verarbeitung von einer oder wenigen Fischarten spezialisiert sind, gehören häufig auch andere Speisefischarten zum unerwünschten Beifang. Dieser wird zum Teil genutzt, vielfach aber tot oder verletzt wieder ins Meer zurückgeworfen. 

Wie trägt der PRO PLANET Fisch zum Schutz der Meere bei? 

Die REWE Group möchte zum Schutz des Ökosystems Meer beitragen und ihren Kundinnen und Kundenn ein Sortiment an Fischprodukten aus umwelt- und bestandsschonendem Wildfang anbieten. Deshalb werden für das Fischsortiment mit dem PRO PLANET Label Produkte ausgewählt, die das blaue MSC-Logo (Marine Stewardship Council) tragen. 

Zusätzlich zum MSC-Siegel hat die REWE Group eine eigene Orientierungsliste für Wildfischprodukte entwickelt. Sie berücksichtigt die Bestände in den jeweiligen Fanggebieten und Fangmethoden anhand bestehender Bewertungen von folgenden Organisationen. 

  1. Greenpeace, Deutschland
  2. Monterey Bay Aquarium mit Seafood Watch, USA
  3. Sustainable Fisheries Partnership (SFP) mit www.fishsource.org, Indonesien und USA
  4. World Wide Fund For Nature (WWF), Deutschland 

Alle PRO PLANET Produkte werden anhand der Orientierungsliste bewertet. Stehen Sie unter Berücksichtigung aller Bewertungen auf "grün" dürfen Sie das PRO PLANET Label tragen. Stehen Sie auf "gelb" wird gemeinsam mit dem Beirat entschieden, ob eine Labelung vertretbar ist. Sollte anhand der vorhandenen Bewertungen der vier Organisationen keine Einschätzung möglich sein, beauftragt die REWE Group unabhängige Experten mit einer Einzelfallbewertung. Die Einzelfallbewertung wird dann wiederum vom Beirat geprüft. 

Um die Situation der Fischbestände im Blick zu behalten und zeitnah reagieren zu können, lässt die REWE Group die Orientierungsliste einmal im Jahr aktualisieren.

Ob gebraten, gegrillt, gebacken, geschmort oder gekocht - Hühnerfleisch ist einfach aus keiner Küche wegzudenken. Perfekt ist der Genuss aber erst dann, wenn man sich sicher sein kann, dass dieser kulinarische Allrounder aus Österreich auch von einer Qualität ist, die es verdient das PRO PLANET Label zu tragen. 

Seit 2013 ist das Hofstädter Huhn mit dem Label PRO PLANET bei BILLA und MERKUR erhältlich. Bei ADEG findet man es unter der Marke "mit Leib & Seele". Die PRO PLANET Hühner stammen ausschließlich aus Österreich von unseren Partnerbetrieben Wech und Titz. 

Gegenüber anderen Hühnern aus konventioneller Tierhaltung zeichnen sich die PRO PLANET Hühner durch drei wesentliche Merkmale aus:

  • Die Tierhaltung ist gegenüber dem üblichen Standard deutlich verbessert.
  • Futtermittel werden umweltschonender angebaut.
  • Gute Partnerschaft mit den Lieferanten und Produzenten.

Bei Hühnern mit dem PRO PLANET Label werden erstmals bei Fleischprodukten von Beginn an Maßnahmen gesetzt, um das Tierwohl zu verbessern und darüber hinaus zusätzlich kontinuierliche Verbesserungen angestrebt. 

Die Tierhaltung ist gegenüber dem üblichen Standard deutlich verbessert

Das bedeutet: Jedem Huhn seinen Platz. Im Rahmen des PRO PLANET Programms darf die Besatzdichte von 25 kg/m² nicht überschritten werden, die Tierzahl ist mit max. 15 Tieren/m² limitiert. Die Tiere haben im Vergleich zur normalen konventionellen Hühnerhaltung rund 20% mehr Platz im Stall. Damit es die PRO PLANET Hühner auch sonst richtig gut haben, bekommt jedes Huhn genügend Platz um zu scharren und zu picken. 

Aufgrund verpflichtender Fensterflächen in ihren Ställen, kommen die PRO PLANET Hühner außerdem in den sonst nicht selbstverständlichen Genuss von Tageslicht. Daher werden einige Landwirte in den kommenden zwei Jahren ihre Ställe entsprechend umbauen. 

Insgesamt 400.000 Euro erhielten die Betriebe für diese Investitionsmaßnahmen. Die Hühner bekommen auch reichlich frische Einstreu und zusätzliche Strohballen, sowie eine zweite Ebene im Stall, wodurch weitere Anreize zum Erkunden oder zum ruhigen Zurückziehen geboten werden. 

Futtermittel werden umweltschonender angebaut

PRO PLANET Partner steigen bei der Fütterung ihrer Hühner sukzessive auf europäischen Sojaschrot um. Damit trägt man aktiv zur Schonung der Ökosysteme des südamerikanischen Regenwalds bei. Bereits seit Beginn 2012 setzen die PRO PLANET Partner keinerlei gentechnisch veränderte Futterkomponenten mehr ein. 

Zusätzlich muss jeder PRO PLANET Partner spezielle Qualifikationen nachweisen. Darunter versteht PRO PLANET fundiertes Fachwissen über den guten Umgang mit den Tieren und ihren Bedürfnissen, sowie die richtige Stalltechnik. Auch das schonende Ausstallen der Tiere ist bei der Hühnerzucht ein besonders wichtiges Qualitätsmerkmal. Daher werden Schulungen zur Bewusstseinsbildung für eine stressfreie Ausstallung durchgeführt. 

Bauern des Hofstädter Huhns mit PRO PLANET bekommen für ihre Hühner zusätzlich zum marktüblichen Normalpreis einen fixen Zuschlag, der dazu dient, den Mehraufwand an Kosten für zusätzliche betriebliche Maßnahmen aufzuwiegen. Denn Verbesserungen für das Huhn, sollen auch Vorteile für den Bauern bringen. 

Gute Partnerschaft

Das Hofstädter und Mit Leib und Seele-Huhn mit dem PRO PLANET Label steht für Qualität und Frische, das zu 100 Prozent aus Österreich kommt. Die Herkunft eines jeden Huhns ist bekannt und wird am Produkt durch die Angabe des Landwirtes am Etikett für den Konsumenten ersichtlich und nachvollziehbar. Erst eine solche Partnerschaft ermöglicht ein langfristiges Wirtschaften und Investieren, das letztendlich dem Wohl der Tiere und der Qualität der Produkte zugutekommt. 

Noch immer macht die konventionelle Tierhaltung den Großteil der heutigen Lebensmittelproduktion aus. Jede Veränderung in diesem Produktsektor ist daher wichtig, um einen Schritt in die richtige Richtung zu tun. Mit dem PRO PLANET Label gibt es nun endlich eine Kennzeichnung, die Lebensmittel aus konventioneller, aber nachhaltiger Produktion für den Kunden bei BILLA, MERKUR und ADEG sichtbar macht.

Ob mit Schokolade überzogen oder nussig im Geschmack – Kekse gibt es in vielen Variationen und sie sind bei Jung und Alt gleichermaßen beliebt. Kekse sind meist von mürber Konsistenz und enthalten Zutaten wie Mehl, Zucker, Pflanzenöl, Eier oder je nach Rezeptur auch Kakao und Nüsse.

Die Hersteller der PRO PLANET Kekse verwenden unter anderem Kakaobohnen aus Westafrika und Palmöl aus Südostasien. Analysen im Auftrag der REWE Group zeigen, dass bei der Herstellung der Kekse die Zutaten Kakao und Palmöl unter Nachhaltigkeitsaspekten das größte Optimierungspotenzial aufweisen. Die REWE Group setzt sich daher dafür ein, dass die Bedingungen in der Palmölproduktion verbessert werden. Sie verpflichtet die Lieferanten der Kekse mit dem PRO PLANET Label dazu, schrittweise auf Palmöl umzusteigen, das aus ressourcenschonender bewirtschafteten Plantagen stammt. 

Kekse mit dem PRO PLANET Label enthalten 100 Prozent segregiertes RSPO-zertifiziertes Palmöl. Bei dem in den Keksen mit dem PRO PLANET Label verwendeten Kakao wird das Zertifizierungssystem Fairtrade oder UTZ Certified angewendet. Es zielt darauf ab, die Qualität des Kakaoanbaus unter Berücksichtigung der kritischen sozialen und ökologischen Bedingungen beim Anbau der Kakaobohnen zu verbessern. Für einige Kekse mit dem PRO PLANET Label ist aufgrund ihrer Rezeptur nur das Thema Kakao relevant. 

Palmöl

Palmöl ist ein vielfältig einsetzbarer Rohstoff: ob bei der Herstellung von Lebensmitteln, wie Backwaren, Margarine und Süßwaren, als Speisefett zum Kochen, Braten und Frittieren, oder bei der Produktion von Reinigungsmitteln und Kosmetika. Diese Einsatzvielfalt macht Palmöl zu einem weltweit begehrten Rohstoff, entsprechend steigt die Nachfrage seit Jahren. Die Folge: Eine erhebliche Ausweitung der Palmölproduktion. Allein im Jahr 2012 wurden weltweit rund 60 Millionen Tonnen Palmöl hergestellt.

Wichtigstes Produktionsgebiet dieses Rohstoffes ist Südostasien: Rund 85 Prozent der Ölpalmen werden in Indonesien und Malaysia angebaut. Im Vergleich mit anderen Pflanzenölen ist Palmöl ein sehr flächeneffizientes Öl, denn Ölpalmen produzieren große Erntemengen: ein Hektar Anbaufläche liefert rund 3,7 Tonnen Palmöl pro Jahr, Raps hingegen hat einen Ertrag von durchschnittlich 1,3 Tonnen Öl. Dennoch fällt die Öko- und Energiebilanz von Palmöl vor allem in größeren Anbaugebieten negativ aus: Neue Palmölplantagen verdrängen dort häufig Torf- und Regenwälder, der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und Kunstdüngern belastet die Böden. Das bedroht die Artenvielfalt: wertvolle Lebensräume gehen verloren. Die Brandrodung der Wälder setzt zusätzliches Kohlenstoffdioxid frei.

Vor diesem Hintergrund hat die REWE Group Anfang 2011 die "REWE Group Leitlinie für Palmöl- und Palmkernölerzeugnisse" in Kraft gesetzt. Dieser Leitlinie liegt der Zertifizierungsstandard des "Runden Tisches für nachhaltiges Palmö" (Roundtable on Sustainable Palm Oil, RSPO) zugrunde. Sie ist für alle konventionellen Eigenmarkenprodukte der REWE Group gültig, die Palmöl beinhalten. Die Lieferanten sind dazu aufgefordert, die Anforderungen der Palmöl-Leitlinie umzusetzen. Bei der Produktion und Verarbeitung von Palmöl wird zwischen dem Verfahren der Massenbilanzierung und der Segregation unterschieden: Bei der Segregation wird RSPO-zertifiziertes und herkömmliches Palmöl während der gesamten Wertschöpfungskette strikt voneinander getrennt. Bei der Massenbilanzierung wird für jedes Kilogramm Palmöl, das die REWE Group benötigt, die gleiche Menge an RSPO-zertifiziertem Palmöl nach Europa transportiert und den Verarbeitungs- und Veredlungsprozessen beigemischt. Eine Trennung des zertifizierten und nicht zertifizierten Rohstoffs erfolgt nicht. Die Massenbilanzierung steigert so die Nachfrage nach zertifiziertem Palmöl und wird als Übergangslösung hin zur Segregation genutzt. 

Produkte mit dem PRO PLANET Label enthalten 100 Prozent segregiertes Palmöl.

Kakao

Der Rohstoff Kakao ist für viele Entwicklungsländer ein wichtiges Exportprodukt. Mehr als zwei Drittel des auf dem Weltmarkt gehandelten Kakaos stammt aus Westafrika. Der Kakao wird dort überwiegend in kleinbäuerlichen Familienbetrieben angebaut. Dabei herrschen vielfach inakzeptable soziale und ökologische Bedingungen. Die Einkünfte aus Anbau und Ernte der Kakaobohnen reichen oft kaum zum Überleben, Investitionen in effizientere und umweltschonendere Anbaumethoden und Neuanpflanzungen bleiben aus. Dies wirkt sich wiederum negativ auf die Ernteerträge aus. 

Durch die vorwiegend einseitige Bewirtschaftung werden die Böden ausgelaugt. Hinzu kommen schlechte Marktanbindungen der Bauern sowie lange und teilweise intransparente Lieferketten für die Abnehmer der Kakaobohnen. Viele Kakaobauern geben den Anbau auf und verlassen ihre Farmen. Die niedrigen Erträge und die Aufgabe von Farmen führen auf lange Sicht dazu, dass die verfügbare Kakaomenge immer weiter zurückgeht. Die Mehrheit der Kakaobauern lebt heute unterhalb der Armutsgrenze von zwei US-Dollar pro Tag. 

Ein nachhaltiges Wirtschaften ist unter diesen Bedingungen nur schwer möglich. Außerdem arbeiten vielfach Kinder im Kakaoanbau, teilweise, um die Existenz der Familie zu unterstützen – zum Beispiel indem sie Wäsche waschen, Wasser holen oder auf jüngere Geschwister aufpassen – teilweise aber auch auf ausbeuterische Art und Weise. Diese Form der Kinderarbeit ist international geächtet und nicht zu dulden. 

Was unternimmt die REWE Group, um den Anbau von Palmöl nachhaltiger zu gestalten?

Mit einer Zertifizierung des Palmöls nach dem RSPO-Standard soll sichergestellt werden, dass die gesamte Lieferkette nachhaltiger gestaltet wird. Der RSPO wurde im Jahr 2003 auf Initiative des WWF gegründet. An dem Runden Tisch sind neben Umweltschutzverbänden und anderen Nichtregierungsorganisationen vor allem Unternehmen beteiligt, die Palmöl als Rohstoff nutzen: beispielsweise Plantagenbetreiber, Lieferanten und Abnehmer. Gemeinsam arbeiten sie daran, nachhaltigere Anbaumethoden für Palmöl zu entwickeln und so die negativen Auswirkungen auf die Umwelt zu begrenzen. 

Unternehmen, die sich zur Einhaltung des RSPO-Standards bekennen, verpflichten sich, soziale und ökologische Mindestbedingungen zu erfüllen – beispielsweise wertvolle Waldflächen und gefährdete Tier- und Pflanzenarten zu schützen sowie das Verbot der Kinderarbeit einzuhalten und Kleinbauern zu fördern. Kontrolliert werden die Plantagen durch unabhängige Prüfer. 

Der RSPO-Standard ist jedoch nicht unumstritten. Wesentliche zentrale Herausforderungen sind in den Kriterien bisher nicht verankert: die Reduktion von Treibhausgasemissionen, der Verzicht von gefährlichen Pestiziden und der Schutz von Torfwäldern. Um die Situation im Ölpalmenanbau dauerhaft zu verbessern, sind grundlegende Veränderungen nötig. Deshalb hat die REWE Group mit der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und dem WWF sowie Industriepartnern das "Forum Nachhaltiges Palmöl" ins Leben gerufen. Gemeinsam möchte die REWE Group in dieser branchenübergreifenden Initiative die Verwendung von nachhaltigerem Palmöl und Palmkernöl auf einer breiteren Ebene etablieren und u.a. gegenüber dem RSPO eine Verschärfung der Kriterien durchsetzen.

Zwischen 225 und 250 kg Papier verbrauchen die ÖstereicherInnen jedes Jahr laut Umweltberatung. Wichtigster Rohstoff ist dabei Holz, wobei rund 20 Prozent des weltweit geschlagenen Holzes zu Papier und Kartonagen verarbeitet werden. Mehr als die Hälfte davon wird aus Nordamerika, Brasilien und Skandinavien importiert. Oftmals werden hierfür in den Herstellerländern natürliche Wälder illegal und rücksichtslos geschlagen, wodurch die Waldbestände und damit die Vielfalt der Tier- und Pflanzenwelt in diesen Regionen dezimiert werden. 

Um die Umwelt und das Klima zu schützen und eine ausreichende Holzversorgung für die Zukunft sicherzustellen, müssen die Wälder in verantwortungsvoller Weise bewirtschaftet werden. Dafür setzt sich der Forest Stewardship Council (FSC) weltweit ein. Gegründet wurde der FSC von Umweltorganisationen wie dem WWF sowie Unternehmen der Holzindustrie, einheimischen Bevölkerungsgruppen und Waldbesitzern. Mit dem Logo des FSC werden Papierwaren und Holzprodukte gekennzeichnet, die aus Forstbetrieben stammen, die sich an die ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Vorgaben des FSC halten. Deren Einhaltung wird regelmäßig von unabhängigen Prüfern kontrolliert. 

Die Küchenrolle von BILLA und "MERKUR Immer grün" erhalten das PRO PLANET Label, weil sie aus FSC-zertifiziertem Papier hergestellt wurden und zudem die Produktionsbetriebe das europäische Umweltmanagementsystem EMAS anwenden.  

Wie trägt das FSC-Papier zum Schutz der Wälder bei?

Papierprodukte wie die Küchenrolle mit dem PRO PLANET Label sind aus Papier hergestellt, das aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammt und dadurch zu deren langfristigen Schutz beiträgt. Dafür steht das FSC-Logo. 

Forstbetriebe, aus denen das FSC-Holz stammt, verpflichten sich zur Einhaltung von Richtlinien zum Schutz der Wälder. Sie sorgen dafür, dass die biologische Vielfalt erhalten bleibt und sowohl die Wasserressourcen als auch die Böden geschont werden. 

Die Prinzipien des FSC sind weltweit gültig und werden an die jeweiligen nationalen Vorgaben angepasst. In Österreich schreibt der FSC u.a. vor, dass die Forstbetriebe auf Kahlschlag verzichten und durch Aufforstung zur Verjüngung der Wälder beitragen. Sie müssen Maschinen waldgerecht einsetzen und abgestorbenes Holz, das vielen Tieren und Pflanzen einen Lebensraum bietet, im Wald belassen. Chemikalien dürfen nur im äußersten Notfall eingesetzt werden, z.B. wenn Schädlingsbekämpfung behördlich angeordnet wird. 

Neben diesen ökologischen Richtlinien müssen die Waldbesitzer auch die Rechte der Menschen vor Ort respektieren. Der FSC fordert sie ausdrücklich dazu auf, die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bedingungen für die Beschäftigten im Wald und die lokalen Bevölkerung zu erhalten und zu verbessern. 

Wie wird sichergestellt, dass FSC-Papier waldschonender hergestellt wird? 

Das FSC-Siegel für Rohholz und Holzprodukte garantiert dem Käufer, dass die Herkunftsbetriebe von unabhängigen Stellen geprüft und zertifiziert wurden. Bei der FSC-Zertifizierung handelt es sich um eine sogenannte Produktkettenzertifizierung. In einem umfassenden Kontrollsystem werden alle Arbeitsschritte überprüft: Vom Schlagen des Holzes über den Transport bis hin zum Verkauf kontrollieren unabhängige Zertifizierer die Unternehmen der Papierindustrie darauf, ob sie die Standards einhalten. 

Das Zertifizierungsverfahren beginnt bei der Holzgewinnung: Die Prüfer begutachten jedes Jahr die Waldflächen der Unternehmen und lassen sich die Betriebspläne vorlegen. Dadurch kann sicherstellt werden, dass die Vorgaben, die auf Basis der FSC-Standards festgelegt wurden, eingehalten werden. Die Ergebnisse der Kontrollen werden anschließend in einem Bericht im Internet veröffentlicht. Teil dieses Berichts sind auch die Beanstandungen und Auflagen, die der Prüfer gemacht hat. Dadurch wird die Weiterentwicklung der Betriebe in kritischen Punkten transparent und kann öffentlich verfolgt werden. 

Vom Wald bis zum Verbraucher durchlaufen Papierprodukte oft viele Verarbeitungsschritte im Handel und in der Verarbeitung. Um die Einhaltung der FSC-Standards lückenlos nachvollziehbar zu machen, wird somit nicht nur der Forstbetrieb begutachtet. Auch Unternehmen, die das Endprodukt mit dem Gütesiegel herstellen müssen sich zertifizieren lassen. Zusätzlich werden die Händler von FSC-zertifizierten Produkten in das Kontrollsystem einbezogen. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass jedes FSC-Produkt ausschließlich aus umweltschonenderer Waldwirtschaft stammt.

Ob tiefrot oder hellgelb, ob dicht- oder halbgefüllt, langstielig oder verzweigt: Als Zeichen für Freundschaft und Liebe sind Rosen ein beliebtes Geschenk mit Symbolkraft. Gerade zu Anlässen wie Valentinstag oder Muttertag steigt die Nachfrage enorm an. Rosen sind jedoch saisonale Blumen, weshalb ein ganzjähriges Angebot an frischen Rosen nur über Importe sichergestellt werden kann.

Konventionell angebaute Rosen werden jedoch oft unter Bedingungen hergestellt, die sowohl für die MitarbeiterInnnen auf den Rosenfarmen als auch für die Umwelt negative Auswirkungen haben. Vor diesem Hintergrund hat die REWE Group Schnittrosen in das PRO PLANET Sortiment aufgenommen, die aus Fairtrade Blumenfarmen stammen. Mit dem Kauf von PRO PLANET Rosen mit dem Fairtrade Gütesiegel tragen Sie zu besseren Arbeits- und Lebensbedingungen der Menschen vor Ort bei und helfen mit, die Umwelt am Produktionsstandort zu schützen.

Die PRO PLANET Rosen mit dem Fairtrade Label werden überwiegend rund um den See Naivasha im Südwesten Kenias angebaut.

Was tut die REWE Group für die Artenvielfalt am Produktionsort? 

Der Einsatz von Pestiziden auf den Rosenplantagen und eine unsachgemäße Lagerung dieser Chemikalien können zu schwerwiegender Verunreinigung von Gewässern und des Bodens führen. Zudem wird das kostbare Wasser zur Bewässerung der Felder genutzt.

Naturgebiete wie der Lake Naivasha im Westen Kenias sind durch die Übernutzung und Wasserverschmutzung bedroht. Dieser Süßwassersee ist für die Menschen und für viele Tier- und Pflanzenarten eine wichtige Lebensgrundlage. Er beheimatet nicht nur Flusspferde und andere für Kenia typische Großsäuger, sondern vor allem auch eine unbeschreibliche Vielzahl an Vogelarten.

Insbesondere der Schilfgürtel, der den See umgibt, ist Lebensraum vieler einheimischer Tierarten und sorgt für die Selbstreinigung des Sees. Um das Feuchtgebiet und die Wasserressourcen zu erhalten, gab die REWE Group die Entwicklung eines Konzepts zur Renaturierung des Sees in Auftrag. 

Mit einer Unterstützung von 150.000 Euro durch die REWE Group wird das Renaturierungsprojekt von David Harper, einem renommierten Professor der Universität Leicester (Großbritannien), entwickelt. 

Was macht die Rosen mit dem PRO PLANET Label besonders sozialverträglich? 

In vielen ostafrikanischen Ländern – insbesondere Kenia, Tansania und Äthiopien – tragen Schnittrosen als wichtiger Exportartikel maßgeblich zur wirtschaftlichen Entwicklung der Länder bei. Der konventionelle Anbau von Schnittblumen geht jedoch oft auf Kosten der Umwelt und der Gesundheit der Menschen: Hohe Mengen an Pestiziden werden eingesetzt, zudem brauchen die empfindlichen Rosenpflanzen viel Wasser, das gerade in Ländern wie Kenia eine knappe Ressource ist. 

Zertifizierungen garantieren fairen und umweltgerechten Anbau

Dahingegen werden PRO PLANET Rosen mit dem Fairtrade Siegel unter Einhaltung hoher Standards angebaut und gepflückt. Das Fairtrade Konzept sieht vor, dass den zertifizierten Bauern eine Mindestabsatzmenge garantiert wird, was zu finanzieller und damit zu sozialer Stabilität beiträgt. Die Produzenten verpflichten sich dazu, sowohl für den Schutz der Gesundheit und Sicherheit der Arbeiter als auch für umweltschonende Produktionsbedingungen zu sorgen. Sicherheitsvorschriften, die speziell für die Blumenproduktion gelten, schränken den Gebrauch von Chemikalien stark ein und unterbinden den Einsatz verbotener Pestizide. 

Die ArbeiterInnen auf den Blumenfarmen erhalten eine faire Bezahlung, Kinder- und Zwangsarbeit sind verboten. Die MitarbeiterInnen haben eine ArbeitnehmerInnenvertretung und zudem auch Mitspracherecht bei der Verwendung der Fairtrade-Prämie. Mit dieser Prämie, die von der Fairtrade Organisation zusätzlich zum regulären Preis gezahlt wird, werden die Arbeits- und Lebensbedingungen der Menschen vor Ort kontinuierlich verbessert. 

Verpflichtung zu hohen Umwelt- und Sozialstandards

Zusätzlich zur Umsetzung der Fairtrade Standards müssen sich alle Produzenten, die Rosen mit dem PRO PLANET Label vertreiben, nach dem niederländischen Umweltprogramm Zierpflanzen "Milieu Programma Sierteelt" (MPS) zertifizieren lassen. Durch MPS wird sichergestellt, dass Wasser, Energie sowie Dünge- und Pflanzenschutzmittel umweltgerecht eingesetzt werden. 

Beispielsweise übermitteln die an diesem Zertifizierungssystem teilnehmenden Betriebe jeden Monat ihren Verbrauch und die Abfallmengen an MPS. Zudem müssen sie für ausreichenden Schutz und soziale Sicherheit ihrer MitarbeiterInnen sorgen. Sämtliche PRO PLANET Lieferanten sind mit dem MPS-A Siegel ausgezeichnet – das dem höchstmöglichen Zertifizierungsgrad entspricht. 

Die REWE Group fördert medizinische Versorgung in Naivasha

Zudem setzt sich die REWE Group für eine Verbesserung der gesundheitlichen Situation der Menschen vor Ort ein: Mit einer Spende von 100.000 Euro an den "Friends of Naivasha Hospital Fund" unterstützt die REWE Group die Errichtung einer Frauenstation in der kenianischen Stadt Naivasha. So trägt sie dazu bei, dass Mütter und ihre Kinder nach der Geburt und in den ersten Lebensjahren ausreichend medizinisch versorgt werden.

Die MERKUR Nachhaltigkeitsmarke "MERKUR Immer grün" gibt es auch mit dem PRO PLANET Label. Die umweltfreundlichen Wasch-, Putz- und Reinigungsmittel sind vegan, werden ressourcenschonend und tierversuchsfrei hergestellt und befolgen strenge Qualitätskriterien. 

Nicht nur bei Lebensmitteln, auch beim Putzen wächst das Bewusstsein und Interesse der österreichischen Bevölkerung für ökologische und nachhaltige Produkte kontinuierlich. So konnte innerhalb der letzten drei Jahre der Umsatz bei Wasch-, Putz- und Reinigungsmitteln im Handel gesteigert, als auch ein Zuwachs des Sortimentsanteils nachhaltiger Produkte beobachtet werden. 

Folgende "MERKUR Immer grün" Produkte tragen das PRO PLANET Label:

  • Allzweckreiniger
  • Bad-, Küchen- und Glasreiniger
  • Spülmittel
  • WC-Reiniger
  • Waschmittel

Zertifiziert sind die Wasch-, Putz- und Reinigungsmittel mit dem "Österreichischen Umweltzeichen", dem unabhängigen Gütesiegel für Umwelt und Qualität – eine Garantie für die streng kontrollierte Umweltfreundlichkeit der Produkte. 

Zudem geht pro verkauftem "MERKUR Immer grün"-Produkt ein Cent an die Initiative Blühendes Österreich, der gemeinnützigen Privatstiftung für Schutz und Förderung der Biodiversität in Österreich, wodurch die Entwicklung bedrohter Lebensräume gefördert und geschützt wird.

Wie trägt das österreichische Umweltzeichen zum Umweltschutz bei?

Das österreichische Umweltzeichen wurde 1990 eingeführt und wird für die Dauer von vier Jahren an Produkte, Tourismusbetriebe und Bildungseinrichtungen vergeben. Das Österreichische Umweltzeichen für Produkte soll Hersteller und Handel dazu motivieren, weniger umweltbelastende Produkte auf den Markt zu bringen. 

Firmen, die ihre Produkte zertifizieren wollen, müssen u.a. nachweisen, dass diese biologisch abbaubar und möglichst sparsam verpackt sind und dass bei ihrer Erzeugung keine toxischen Stoffe ins Grundwasser gelangen.