Vielfalt und Chancengleichheit

Die REWE International AG ist stolz auf eine Unternehmenskultur, die menschliche Vielfalt schätzt. Damit verbunden ist der strategische Zugang, MitarbeiterInnen eine Umgebung zu bieten, die sie fördert und sich positiv auf Kreativität und Produktivität auswirkt. Für die REWE International AG stehen dabei vor allem Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen sowie Menschen mit Einschränkungen und Behinderungen im Fokus.

"Wir alle mit unseren Stärken" – dieses Motto fasst die Vision der Diversity Strategie zusammen.

Ausbildung stärkt Zukunft

Auf die Flüchtlingswelle 2015/2016 hat auch die REWE International AG aktiv reagiert. Schließlich ist Bildung ein fundamentaler Grundpfeiler einer gelungenen Integration und verbessert wesentlich die Zukunftschancen. Aus diesem Grund startete Ende 2015 das Integrationsprojekt der REWE International AG mit 23 Jugendlichen. Ziel ist es, geflüchteten Jugendlichen im Rahmen einer Lehre die Chance auf eine bessere Zukunft zu geben. Ende 2016 waren 26 Flüchtlinge erfolgreich in einer Lehre im Unternehmen beschäftigt. Zur Förderung der Integration werden den Jugendlichen auch die Werte der österreichischen Kultur vermittelt. Insgesamt arbeiteten im Berichtszeitraum 157 geflüchtete Menschen bei der REWE International AG.

Disability Strategie

Ein Schwerpunkt im Berichtszeitraum lag auf der Umsetzung der 2014 entwickelten Disability Strategie. Diese beinhaltet folgende Ziele bis 2019:

  • Verdoppelung der Anzahl der MitarbeiterInnen mit Behinderung
  • Errichtung einer barrierefreien Pilotfiliale
  • Barrierefreie Webseiten konzernweit
  • Sensibilisierung von MitarbeiterInnen und Führungskräften

Hierfür wurde die Position einer Disability Managerin geschaffen, welche die Umsetzung der Maßnahmen und Ziele der unternehmensweiten Strategie vorantreibt. Im gesamten Unternehmen konnte der Anteil der MitarbeiterInnen mit Behinderung im Berichtszeitraum um 10 Prozent - auf 400 MitarbeiterInnen - gesteigert werden.

BILLA ohne Grenzen

Das erste Ziel der Disability Strategie wurde im Mai 2016 mit der Eröffnung der "BILLA ohne Grenzen" Filiale in Wien Simmering erreicht. Die Prototyp-Filiale beinhaltet zahlreiche Elemente sowie Serviceleistungen für eine bessere und barrierefreie Bedienbarkeit, wie beispielsweise eine unterfahrbare Obst- und Gemüsewaage, herabgesetzte Flaschenrückgabe-Automaten, kontrastreiche Display-Ansichten an Waagen und Kassabildschirmen und speziell geschultes Personal. Am Infopoint finden KundInnen mit Sehbehinderung einen taktilen Orientierungsplan und können über eine Glocke eine/n MitarbeiterIn anfordern, die sie beim Einkauf unterstützen. Die induktive Höranlage bei Feinkost und Kassa hilft Menschen mit Hörbehinderung, sich besser zu orientieren. Somit wird KundInnen mit Mobilitätseinschränkungen, Sehbeeinträchtigungen oder Personen mit Hörgeräten ein deutlich selbstbestimmteres Einkaufen ermöglicht. Zusätzlich wurden die barrierefreien Elemente 2016 von betroffenen KundInnen erfolgreich auf ihre Nutzbarkeit geprüft. 2017 werden weitere barrierefreie Filialen mit diesen Elementen folgen.

Menschen mit Behinderung im Recruiting-Prozess

Um auch potenziellen BewerberInnen mit Behinderung den Weg ins Unternehmen zu erleichtern, wurde 2016 der Recruiting-Prozess barrierefrei gestaltet. Da hier besonders die Führungskräfte gefordert sind, wurde ein Leitfaden für Bewerbungsgespräche erstellt, um Menschen mit Behinderung vorbehaltlos begegnen und Unsicherheiten vorbeugen zu können. Dazu dient auch ein spezielles Seminar, das seit 2016 angeboten wird. Dabei kann man durch das Fahren im Rollstuhl oder durch besondere Brillen die Einschränkungen eines Menschen mit Behinderung im Alltag simulieren und nachvollziehbar machen. Des Weiteren hat BILLA in allen Jobinseraten den Vermerk "Bewerbungen von Menschen mit Behinderung ausdrücklich erwünscht" hinzugefügt, um BewerberInnen mit Behinderung direkt anzusprechen. Zusätzlich werden die Recruiting-Webseiten laufend auf Barrierefreiheit geprüft und weiterentwickelt.

Mit der Teilnahme am "Disability Talent Programm" wurden acht Studierenden mit Behinderung Einblicke in Zentralabteilungen, wie Werbestudio, Personalabteilung, Nachhaltigkeit, Standortanalyse oder IT-Helpdesk, ermöglicht. Außerdem konnten die MitarbeiterInnen in Gesprächen mit den Studierenden etwaige Unsicherheiten abbauen und die vielseitigen Potenziale und Talente erkennen.

Besondere Stärken nutzen

2016 startete die REWE International AG eine Kooperation mit dem Verein Specialisterne, der MitarbeiterInnen mit Autismus vermittelt und beim Integrationsprozess begleitet. Zwei Mitarbeiter mit Autismus wurden daraufhin in den Abteilungen Buchhaltung und IT-Filialservice in Wr. Neudorf beschäftigt und weitere werden folgen.

Zu den nächsten Schritten zählt der weitere Ausbau der Integration von Menschen mit Behinderung sowie von geflüchteten Jugendlichen in unterschiedlichen Unternehmensbereichen. Zudem ist der Aufbau eines internen LGBT-Netzwerkes (Lesbian, Gay, Bisexual und Transgender) geplant. Zusätzlich soll der Dimension "Alter" besonderes Augenmerk geschenkt werden.

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