Faire Arbeitsbedingungen

Zum Selbstverständnis der REWE International AG gehört, dass alle Arbeitsverträge der MitarbeiterInnen kollektivvertraglichen Regelungen unterliegen. Die kollektivvertragliche Überzahlung betrug 2016 durchschnittlich 5,87 Prozent. Darüber hinaus bietet die REWE International AG eine große Bandbreite an sozialen Leistungen, welche die MitarbeiterInnen in allen Situationen des beruflichen und privaten Alltags unterstützen sollen. So erhalten die MitarbeiterInnen auf jeden Einkauf einen Rabatt, der 2016 in Summe rund 6,76 Millionen. Euro betrug. Seit 2010 wurde auch die Möglichkeit einer privaten Pensionsvorsorge institutionalisiert, die 2016 von 1.929 MitarbeiterInnen in Anspruch genommen wurde. Zudem werden den MitarbeiterInnen im Zentralbereich und den Lagern von den jeweiligen Handelsfirmen Essenszuschüsse von jährlich 650.000 Euro gewährt.

MitarbeiterInnenbefragung

MitarbeiterInnenbefragungen sind ein wesentlicher Bestandteil des wertschätzenden Personalmanagements der REWE International AG. Sie spiegeln die Stimmung im Unternehmen wider und zeigen möglichen Handlungsbedarf auf. Aus diesem Grund führt das Unternehmen alle 2 bis 3 Jahre eine umfassende Umfrage durch.

Im vorliegenden Berichtszeitraum wurde nur von PENNY eine Befragung durchgeführt. Die Rücklaufquote blieb zum Vorjahr konstant. Besonders hervorzuheben ist der ausgezeichnete Wert der Gesamtzufriedenheit sowie das starke Team- bzw. Zusammengehörigkeitsgefühl.

Im Herbst 2016 nahmen Abteilungen der Zentralbereiche, wie IT und Rechnungswesen einschließlich des Bereichs Lager und Transport, an der Befragung von "Great Place to Work" teil. Neben der Bewertung von aktuellen Konzepten, Maßnahmen und Kennzahlen im Bereich der Personalentwicklung umfasste die Umfrage auch zahlreiche Fragen zum Thema MitarbeiterInnenzufriedenheit. Über 1.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden befragt. Das Resultat: 80 Prozent der Befragten halten die Zentralbereiche der REWE International AG für einen sehr guten Arbeitsplatz. 85 Prozent sind stolz auf den gemeinsamen Beitrag, den sie für die Handelsfirmen und KundInnen in den Filialen leisten, und 83 Prozent wollen noch lange bei der REWE International AG arbeiten.

Die nächste MitarbeiterInnenbefragung ist für 2017 geplant. Dabei werden auch Maßnahmen evaluiert, die auf der Grundlage der letzten Befragung umgesetzt wurden, wie firmen- und schnittstellenübergreifende Zusammenarbeit, Verbesserung der wahrgenommenen Aufstiegschancen oder transparente Karrierepfade.

Schicksalsfonds

Um MitarbeiterInnen auch während schwieriger Lebensphasen zur Seite zu stehen, hat das Unternehmen einen Schicksalsfonds gegründet. Der bereits 2009 ins Leben gerufene Fonds bietet eine rasche und unbürokratische Unterstützung für Beschäftigte, die durch einen Schicksalsschlag in eine finanzielle Notsituation geraten sind.

2015 und 2016 wurden in 26 Fällen MitarbeiterInnen bzw. deren Angehörigen Unterstützungen im Ausmaß von 41.200 Euro gewährt. Die Zuwendungen reichen von Beiträgen für die Beseitigung von Schäden nach Unwettern oder Bränden bis hin zur Unterstützung einer Knochenmarkspendenaktion. 

Betriebsrat

Der REWE Group Konzernbetriebsrat besteht aus zehn Körperschaften. Diese zehn Betriebsratskörperschaften bilden die Betriebsräte der einzelnen Konzernfirmen BILLA, MERKUR, PENNY, BIPA, ADEG, REWE Dienstleistung, REWE Lager & Transport Angestellte, REWE Lager & Transport Arbeiter, Marian Werbestudio und REWE Austria Fleischwaren. Insgesamt gibt es mehr als 140 Betriebsratsmitglieder. 97 Betriebsräte sind auch Mitglieder des Konzernbetriebsrates und nehmen dort die Interessen aller MitarbeiterInnen gemeinsam wahr. Der Betriebsrat betreut die MitarbeiterInnen in den Filialen vor Ort und in den Zentralbereichen. Zu den Aufgaben gehören u. a. Kontrollen der Arbeitszeitaufzeichnung und die korrekte Abgeltung offener Mehr- und Überstunden, die Information der MitarbeiterInnen über Rechte und Pflichten oder arbeitsrechtliche Fragen, sowie Unterstützung bei Konflikten. Stellvertretend für alle MitarbeiterInnen verhandelt der Betriebsrat mit der Geschäftsleitung über das Personalkonzept, schließt Betriebsvereinbarungen ab und verwaltet den Betriebsratsfonds.

2015 wurde zum Schwerpunkt "Sexuelle Belästigung und Diskriminierung" eine Informationsbroschüre herausgegeben, damit Betroffene wissen, wo sie Unterstützung und Rat finden können. 2016 wurde die Absichtserklärung zur kündigungsfreien Zeit, dem verpflichtenden Kritikgespräch vor einer Kündigung, sowie zur Information bei einvernehmlichen Lösungen abgeschlossen. Für 2017 sind eine Absichtserklärung zu Familienzeit mit der Geschäftsleitung sowie zusätzliche Betriebsvereinbarungen geplant.

MitarbeiterInnen (gezählte Köpfe per 31.12.)1

  2014  2015  2016
REWE International AG 76.174 67.602 69.538
Österreich 40.743 41.100 42.322
Italien2 4.414 3.388 3.628
Zentral- und Osteuropa3 31.017 23.114 23.588

1 ohne MitarbeiterInnen der ADEG Kaufleute
2 Italien wird in der Bilanz von REWE International AG mit dem Diskont (PENNY) abgebildet, jener liegt in der operativen Verantwortung der REWE Group in Köln.
3 Der Rückgang ergibt sich aus dem Wegfall von BILLA Rumänien. Zusätzlich wurde eine Anpassung der Werte durchgeführt, da vor 2015 in manchen Ländern unterschiedliche Erfassungsmethoden verwendet wurden. 

Firmenzugehörigkeit bei der REWE International AG in Österreich durchschnittlich in Jahren (exklusive ADEG)

2014  2015  2016
8,0 8,3 8,4

Fluktuation bei der REWE International AG in Österreich (exklusive ADEG)

2014  2015  2016
22,2% 21,8% 21,5%
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