Pestizidreduktionsprogramm

Die REWE International AG verfolgt das Ziel, die Pestizidbelastung bei Obst und Gemüse aus konventionellem Anbau zu reduzieren. Zudem soll der Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft zurückgehen. Dafür setzt die REWE International AG seit 2003 zusammen mit der Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 das Pestizidreduktionsprogramm (PRP) um.

Laufende Kontrollen durch unabhängige Labors

Im Rahmen dieses Programms untersuchen unabhängige Labors wöchentlich Proben aus dem gesamten Obst- und Gemüsesortiment auf Pestizidrückstände. Die von GLOBAL 2000 festgelegten Grenzwerte sind für Lieferanten verpflichtend und liegen zumeist deutlich unter den gesetzlichen Höchstwerten. Die Ergebnisse der Untersuchungen werden laufend auf der BILLA und MERKUR Website veröffentlicht. Darüber hinaus erstellt GLOBAL 2000 für die REWE International AG seit 2009 jährlich den Statusbericht Chemischer Pflanzenschutz. Dieser zeigt die Pestizidbelastung des konventionellen Sortiments an Frischobst und –gemüse.

Im Jahr 2016 wurden 1.439 Proben untersucht. Dabei zeigte sich bei über 91 Prozent keine Überschreitung der Grenzwerte. Die Auswertungen zeigen, dass die Belastung in den vergangenen Jahren zwar konstant niedrig geblieben, aber dennoch leicht angestiegen ist. Es besteht somit weiterhin Handlungsbedarf. In den Fällen, wo eine zu hohe Pestizidbelastung nachgewiesen wurde, wurden die Produkte nicht freigegeben. Um die Belastung zu verringern, arbeiten die AgraringenieurInnen des Programms konstant mit den Produzenten und Lieferanten zusammen. Das Ziel ist es, weiterhin umweltschonendere Alternativen zum Einsatz von Pestiziden zu entwickeln.

Seit Herbst 2016 wurden außerdem Pestizide mit hormonell wirksamen Stoffen in das PRP aufgenommen. Diese Chemikalien sind körperfremde Stoffe, die körpereigene Hormone verstärken oder blockieren können. Da viele dieser Chemikalien bereits in sehr geringen Mengen wirken können, wurden sie im Rahmen des PRP verboten.

Die weitreichenden positiven Auswirkungen des Programms wurden auch durch eine Greenpeace Marktcheck Auszeichnung im Mai 2016 bestätigt.

Produktuntersuchungen für Obst und Gemüse im PRP-Programm

  2015  2016
Gesamtproben 1.390 1.439
Überschreitung des PRP-Wertes 99  128 
Überschreitung des gesetzl. Höchstwertes 17  21 
Überschreitung akute Referenzdosis
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