Nachhaltigere Sortimentsgestaltung

Die REWE International AG arbeitet kontinuierlich daran, ihre Lieferketten sozial und ökologisch verträglicher zu gestalten. Dabei setzt die REWE International AG auf international anerkannte Zertifizierungsstandards und formuliert eigene Anforderungen im Rahmen ihrer Leitlinien und im PRO PLANET Prozess. Um verantwortungsvollen Konsum für viele KonsumentInnen attraktiver zu machen, hat die REWE International AG ihr Angebot an verstärkt nachhaltigen Produkten auch im Berichtszeitraum weiter ausgebaut.

Gestiegene Anforderungen an Qualität und Transparenz

Knappere Zeitressourcen und steigende Ansprüche an Qualität und Transparenz haben in den vergangenen Jahren zu einem geänderten Kaufverhalten beim Lebensmitteleinkauf geführt. Regelmäßige Meinungsumfragen zeigen, dass rund zwei Drittel der KundInnen beim Einkauf zunehmend Wert auf Nachhaltigkeit legen. Dies umfasst sowohl die Herkunft der Produkte als auch die sozialen und ökologischen Herstellungsbedingungen sowie gesundheitsverträgliche Aspekte.

Vor dem Hintergrund dieser steigenden Ansprüche will die REWE International AG ihre KundInnen daher bestmöglich bei ihrer Kaufentscheidung unterstützen und ihnen ein qualitativ hochwertiges Sortiment anbieten. Frische, Sicherheit und Qualität bilden darum die Basis-Kriterien für nachhaltigere Sortimente.

Besonderes Augenmerk legt die REWE International AG auch auf soziale und ökologische Aspekte - sowohl bei der Herstellung der Produkte für Eigenmarken als auch bei den Anforderungen an die Lieferanten. Die Berücksichtigung dieser Kriterien findet sich in der Leitlinie für Nachhaltiges Wirtschaften wieder, die 2011 veröffentlicht wurde. Auf Grundlage dieser Leitlinie wurden nachhaltigkeitsrelevante Mindeststandards für Eigenmarken festgelegt, die über den gesetzlichen Bestimmungen liegen. Weiterführende spezifische Leitlinien wurden seitdem für Palmöl- und Kakaoprodukte, Fische, Krebs- und Weichtiere und Soja als Futtermittel erstellt.

Für Obst und Gemüse wurde 2002 gemeinsam mit der Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 das PestizidReduktionsProgramm entwickelt, das kontinuierlich angepasst wird. Der Erfolg des Programms wurde auch durch eine Greenpeace Marktcheck-Auszeichnung im Mai 2016 bestätigt.

Um soziale Mindeststandards bei internationalem Obst und Gemüse sicherzustellen, müssen alle Erzeuger diese seit 2016 durch externe Audits (z.B: GRASP, SA8000, SAN, ETI, BSCI) belegen.

Mit eigenen Richtlinien für Ja! Natürlich will die REWE International AG auch bei Bio-Produkten besser als der Markt sein.

Standards für nachhaltigere Produkte

Zur Bewertung des Key Performance Indicator "Nachhaltigere Produkte" orientiert sich die REWE International AG an über 25 Labels, Zertifikaten und Standards, die nachhaltigere Produkte auszeichnen. Wesentliche Kriterien für die Auswahl sind Glaubwürdigkeit, Transparenz und eine unabhängige Kontrolle durch Dritte. Dazu zählen Labels wie ASC (Aquaculture Stewardship Council), Bio, Fairtrade, Friend of the Sea, FSC (Forest Stewardship Council), Ohne Gentechnik hergestellt, MSC (Marine Stewardship Council), PEFC (Programme for the Endorsement of Forest Certification), PRO PLANET und Rainforest Alliance. Die folgenden Beispiele zeigen die positive Entwicklung in ausgewählten und relevanten Nachhaltigkeitsbereichen:

Biologische Produkte

Bio ist der bedeutendste Standard in Bezug auf die ökologische Nachhaltigkeit von Lebensmitteln. Mit der Gründung von "Ja! Natürlich" 1994 war die REWE International AG ein Vorreiter in Österreich. Bereits seit 2012 verfolgt das Unternehmen das strategische Ziel eines überproportionalen Wachstums des Bio-Sortiments im Vergleich zu konventionellen Artikeln. Seitdem wurde das Ziel jährlich weit übertroffen und auch im Berichtszeitraum 2015/16 konnte dies deutlich erfüllt werden: Der Umsatz der REWE International AG bei Bio-Produkten stieg um über 21 Prozent. Maßgeblich erzielt wurde diese Steigerung durch den anhaltenden Erfolg von "Ja! Natürlich" und die Listung von "Alnatura" Produkten im Sommer 2015.

Fairtrade

Das Ziel von Fairtrade ist es, den Konsum verantwortungsvoller zu gestalten und die Arbeits- und Lebenssituation der ProduzentInnen in Entwicklungsländern zu verbessern. Die REWE International AG verkaufte 2016 über 13 Millionen Fairtrade-Produkte – vor allem in den Warengruppen Früchte, Reis, Kaffee, Zucker, Honig, Fruchtsäfte sowie Blumen. Mit Eigen- und Exklusivmarken der REWE International AG wurden 2016 Fairtrade-Prämien von über 465.000 Euro erwirtschaftet, die den ProduzentInnen in Schwellen- und Entwicklungsländern zugutekommen. Das entspricht einer Steigerung um 48 Prozent bzw. 150.000 Euro im Berichtszeitraum.

Bio-Bananen und Bio-Ananas werden bei BILLA, MERKUR, Sutterlüty und ADEG im Rahmen von "Ja! Natürlich" ausschließlich mit dem Fairtrade-Label angeboten. Alle Produkte im Heiß-Kaffee-Bereich der Bio-Eigenmarken "Ja! Natürlich" und "Echt B!O" sowie der BILLA Premiummarke BILLA Corso tragen das Fairtrade-Siegel und alle verkauften Rosen bei BILLA und MERKUR sind Fairtrade-zertifiziert. Fairtrade stellt außerdem einen wichtigen Standard zur Umsetzung der REWE International AG-Leitlinie für Kakao dar.

PRO PLANET

2010 führte die REWE International AG für nachhaltigere Produkte das Label PRO PLANET ein. Mit diesem bietet das Unternehmen all jenen eine verlässliche Orientierungshilfe, die beim Einkauf auf den Umweltschutz und die Sozialverträglichkeit von Produkten achten. Im Jahr 2016 umfasste PRO PLANET mehr als 250 Artikel in 36 Warengruppen – sowohl in den Bereichen Frische und Trockensortiment als auch Non-Food. Der

Umsatzentwicklung ausgewählter Eigenmarken und PRO PLANET (in Mio. Euro)

  2014  2015  2016
Ja! Natürlich 355 368 398
Da komm' ich her! 18 92 132
PRO PLANET 112  108 112 
Echt B!O 14 13 14 
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