GRI-Index

REWE International AG

Zu den Handelsformaten zählen Super- und Verbrauchermärkte der Marken BILLA, MERKUR, PENNY, BIPA und ADEG. Die Sortimente umfassen an die 60 Eigenmarken wie "Ja! Natürlich" (Biomarke), "clever" (Diskontmarke), "Simply Good" (gekühlte Convenience-Produkte), BILLA, "Wegenstein" (Wein), "Vegavita" (vegane Produkte) oder "bi good" (grüne Eigenmarke von BIPA). Auch am österreichischen Touristik-Markt ist der Handelskonzern aktiv mit ITS BILLA Reisen, JAHN REISEN, MERKUR Ihr Urlaub und PENNY PACK’N’GO.

Unter den Geschäftsbereich Großhandel der REWE International AG fällt der Cash & Carry-Anbieter AGM sowie die Belieferung der selbstständigen ADEG Kaufleute, der "BILLA stop & shop" Geschäfte an JET Tankstellen, die "MERKUR inside" Shops bei BP Tankstellen und des Vorarlberger Lebensmittel- und Gastronomie-Unternehmens SUTTERLÜTY.

Das Handelsunternehmen hat einen eigenen Medienbereich, zu dem das Live-Einkaufsradio RADIO MAX, der RG Verlag mit dem Lifestyle- und Kundenmagazin MAXIMA und das hauseigene Werbestudio Marian gehören.

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Der Hauptsitz der REWE International AG befindet sich in Wiener Neustadt.

Vom Geschäftssitz der REWE International AG in Wiener Neudorf wird nicht nur das gesamte Vollsortiment-Geschäft in Österreich gesteuert, sondern auch das Supermarktsegment in den fünf zentral- und osteuropäischen Ländern Bulgarien, Russland, der Slowakei, der Tschechischen Republik und der Ukraine sowie der Drogeriehandel in Kroatien.

Italien wird in der Bilanz der REWE International AG mit dem Diskontmarkt PENNY abgebildet, dieser liegt allerdings in der operativen Verantwortung der REWE Group in Köln.

Die REWE International AG ist eine Aktiengesellschaft. Das Unternehmen ist Teil der deutschen REWE Group, einer der führenden Handels- und Touristikkonzerne Europas.

 

siehe unter 102-4

 

Die REWE International AG ist mit insgesamt 2.504 Filialen ihrer Handelsfirmen BILLA, MERKUR, PENNY, BIPA und ADEG in Österreich Marktführer im Lebensmittel- und Drogeriefachhandel und mit 42.322 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einer der größten Arbeitgeber Österreichs.

In sieben Ländern betreibt das Unternehmen mit Hauptsitz in Wiener Neudorf 3.608 Filialen mit 69.538 Beschäftigten und erzielte im Jahr 2016 einen Gesamtaußenumsatz von 12,72 Milliarden Euro.

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Insgesamt beschäftigte die REWE International AG Ende 2016 knapp 70.000 Mitarbeiterinnen aus 80 Nationen. Die Anzahl der Lehrlinge (inkl. ADEG) ist im Berichtszeitraum mit rund 1.700 relativ konstant geblieben. Der Anteil der Beschäftigten Vollzeit lag im Berichtszeitraum bei rund 46 Prozent.

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Als Handels- und Touristikunternehmen bezieht die REWE International AG ihre Produkte und Dienstleistungen über eine Vielzahl von Lieferanten und aus unterschiedlichsten Lieferketten. Eine Auswahl besonders relevanter Lieferketten wird in diesem Nachhaltigkeitsbericht im Kapitel Grüne Produkte dargestellt.

Im Dezember 2015 wurde die Trennung vom Supermarktgeschäft in Rumänien eingeleitet – die insgesamt 86 BILLA-Supermärkte sind an Carrefour veräußert worden. 2016 wurde mit dem Verkauf der 58 BILLA-Filialen in Kroatien gestartet.

 

Die REWE International AG ist bestrebt, ökonomische, ökologische und soziale Auswirkungen ihres Handelns wo immer möglich in Einklang zu bringen. Dabei prüft sie die eigenen Leistungen und Fortschritte kontinuierlich. Zielkonflikte reflektiert sie sowohl mit ExpertInnen im eigenen Unternehmen als auch mit externen Anspruchsgruppen. Auf dieser Basis entwickelt das Unternehmen seine Nachhaltigkeitsstrategie weiter und gibt zugleich Impulse für neue Branchenlösungen.

Leitlinie für Nachhaltiges Wirtschaften
Das Prinzip der Nachhaltigkeit ist in der Vision und den Werten der REWE Group fest verankert und im Januar 2010 in einer Leitlinie für Nachhaltiges Wirtschaften konkretisiert. Die Leitlinie gliedert sich in die drei Hauptkapitel Verantwortungsbewusstes Handeln, Arbeits- und Sozialstandards sowie Umwelt- und Tierschutz. Darunter konkretisieren 16 Unterkapitel Themen wie das generelle Korruptionsverbot, Fairness im Wettbewerb, das Verbot von Zwangs- und Kinderarbeit, Diskriminierungsverbote oder Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz, Klima-, Ressourcen- und Tierschutz, das Bekenntnis zu Artenschutz und Biodiversität sowie die Verantwortung für Verbraucherinteressen. Diese Werte gelten für alle unsere MitarbeiterInner ebenso wie für den Vorstand und den Aufsichtsrat. Sie orientieren sich unter anderem an der "Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte" der Vereinten Nationen, den Konventionen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) und dem UN Global Compact sowie den Zielen des UN-Übereinkommens zum Schutz der biologischen Vielfalt (Convention on Biological Diversity, CBD).

Risikomanagement
Als international tätiges Handelsunternehmen sind wir im Rahmen der Geschäftstätigkeiten unterschiedlichen wirtschaftlichen Risiken wie beispielsweise logistische Risiken, Preisentwicklung, Gesetze und Vorschriften mit zum Teil kurzen Reaktionszeiten ausgesetzt. Ein einheitliches Risikomanagement begegnet diesem Gefahrenpotenzial erfolgreich und sichert nachhaltig Chancen. Die Führungs- und Aufsichtsgremien werden halbjährlich über die aktuelle Risikolage in standardisierter Form unterrichtet. Hierzu melden die Risikoverantwortlichen über Inventuren stichtagsbezogen melderelevante Einzelrisiken aus den Risikofeldern. Risiken mit ähnlichen Inhalten und Ursachen werden anschließend auf Ebene der Konzerne zu Risikoarten aggregiert und gemäß ihrem Bedrohungspotenzial für die Geschäftstätigkeit, Finanz- und Ertragslage, Cashflows sowie Reputation bezüglich der Konzernrelevanz als hoch, mittel oder gering klassifiziert.

Als Mitbegründer der ARGE Gentechnik-frei engagiert sich die REWE International AG seit 1997 für den Einsatz gentechnikfreier Nahrungsmittel in Österreich.

Als Mitglied der ARGE Nachhaltigkeitsagenda für Getränkeverpackungen unterstützt die REWE International AG die Ziele der Arbeitsgemeinschaft. Die Arbeitsgemeinschaft wurde zur Unterstützung bei der Umsetzung der Nachhaltigkeitsagenda für Getränkeverpackungen gegründet. Die Ziele sind unter anderem die zu leistenden Informationsmaßnahmen der Nachhaltigkeitsagenda sowie Unternehmen durch Workshops bei der Umsetzung von Reduktionsmaßnahmen zu unterstützen.

Die REWE International AG unterstützt das soziale Audit GRASP und fördert die nationalen Interpretation weltweit. GRASP ist ein Zusatzmodul, entwickelt von GLOBALG.A.P, um die Sozialpraktiken in einem landwirtschaftlichen Betrieb einzuschätzen. Es befasst sich mit spezifischen Aspekten der Arbeitssicherheit, des Gesundheitsschutzes und der sozialen Belange von Arbeiterinnen.

Die REWE International AG ist u.a. in folgenden Organisationen Mitglied:  

  • respACT
  • klima:aktiv pakt2020
  • Klimabündnis Österreich
  • EMPORA (E-Mobile Power Austria)
  • ÖGUT – Österreichische Gesellschaft für Umwelt und Technik
  • ARGE Gentechnikfrei
  • ARGE Nachhaltigkeit

Vorwort des Vorstandes der REWE International AG.

Die größten Herausforderungen für uns als Handels- und Touristikunternehmen liegen in der Optimierung der komplexen Wertschöpfungsketten im Massenmarkt. Dabei gilt es, die relevanten Probleme zu identifizieren, Lösungen zu entwickeln und die richtigen Partner zu finden, um entsprechend Einfluss zu nehmen. Direkten Einfluss auf Produktionsbedingungen sowie die Qualität der Ware hat die REWE International AG bei den Eigenmarken ihrer Handelsfirmen. Auf Herstellermarken haben wir keinen direkten Einfluss. Hier setzen wir auf eine langfristige Zusammenarbeit wie im Rahmen der jährlich stattfindenden Nachhaltigkeitswochen. Während dieser Wochen im September stellen die Handelsfirmen der REWE International AG zum Beispiel gemeinsam mit ihren Industriepartnern umwelt- und sozialverträglichere Markenprodukte vor, die zuvor einen Prüfprozess beim Centre on Sustainable Consumption and Production in Wuppertal (CSCP) erfolgreich durchlaufen haben.

Um Nachhaltigkeit im breiten Markt zu positionieren, stärkt die REWE International AG das Bewusstsein für dieses Thema in der Öffentlichkeit. Sie informiert KundInnen, Partner, MitarbeiterInnen und Anspruchsgruppen umfassend und kommuniziert transparent und glaubwürdig. Das Bewusstsein für nachhaltigen Konsum und das Interesse an nachhaltigeren Produkten und Dienstleistungen steigt – für uns unbestreitbar eine Chance. Wesentliches Kriterium für die Kaufentscheidung ist aber für die meisten KundInnen immer noch das Preis-Leistungsverhältnis. Ungeachtet des Kostendrucks, zum Beispiel durch höhere Einkaufspreise, Personalkosten und Umweltinvestitionen, hält die REWE Internationale AG an ihrem eingeschlagenen Weg fest, Vorreiterin in Sachen Nachhaltigkeit im Einzelhandel zu sein.

Regelungen für das integere Verhalten aller MitarbeiterInnen und Führungskräfte einschließlich Vorstand und Aufsichtsräte sind im Verhaltenskodex der REWE Group spezifiziert und verbindlich niedergelegt. Er soll auch jenen, die mit der REWE International AG zusammenarbeiten, eine Orientierung geben.

Basis des nachhaltigen Handelns in der REWE International AG ist die Leitlinie für Nachhaltiges Wirtschaften. Sie konkretisiert den Grundwert "Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst und handeln nachhaltig!" und dient damit als verbindliche Orientierung für MitarbeiterInnen, Führungskräfte, Geschäftspartner und Lieferanten.

 

Nach der Einführung eines professionellen Antikorruptionssystems im Jahr 2007 hat sich die REWE Group im Jahr 2010 entschlossen, eine eigenständige dezentrale Compliance-Organisation aufzubauen: Der Zentralbereich  Governance & Compliance der REWE Group bündelt und koordiniert alle Compliance-relevanten Aktivitäten innerhalb der REWE Group, so auch der REWE International AG. Für die REWE International AG steht ein Compliance Officer als kompetenter Ansprechpartner zur Verfügung.

Das Ziel des Compliance Management Systems (CMS) der REWE Group ist, Verstößen gegen gesetzliche und unternehmensinterne Regelungen präventiv vorzubeugen und dadurch Schaden vom Unternehmen sowie persönliche Haftung von Unternehmensorgangen und MitarbeiterInnen abzuwenden. Zur Erreichung dieses Zieles besteht ein Compliance-Programm, das eine Vielzahl von präventiven Maßnahmen, wie z.B. die Durchführung von Riskassessments, Schulungen und Beratung umfasst, wie z.B. die Durchführung von regelmäßigen Riskassessments, Schulungen und Beratungen.

Verstöße gegen gesetzliche Vorgaben oder interne Regelungen, insbesondere mit Bezug auf Korruption, können über ein konzernweites Hinweisgebersystem an den zuständigen Compliance Officer gemeldet werden. Dieser nimmt Hinweise sämtlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der REWE International AG oder Dritter entgegen, die den Verdacht auf solche Verstöße begründen.

Die Corporate Governance der REWE International AG ist maßgeblich geprägt von der REWE Group.

"Nachhaltigkeit ist für die REWE Group kein Trend, sondern wesentliches Element ihrer Unternehmensstrategie." Diesen Anspruch hat der Vorstand der REWE Group in der Leitlinie für Nachhaltiges Wirtschaften formuliert. Für die REWE Group bedeutet dies: Sie fördert nachhaltigere Sortimente und achtet auf einen fairen Umgang mit Partnern und Lieferanten, sie handelt umwelt- und klimabewusst, übernimmt Verantwortung für ihre MitarbeiterInnen und setzt sich für eine zukunftsfähige Gesellschaft ein.

Als international führendes Handels- und Touristikunternehmen weiß die REWE Group um ihre besondere Rolle als Mittler zwischen Herstellern und Dienstleistern und den Konsumenten. Die Nachhaltigkeitsstrategie hat daher die gesamte Geschäftstätigkeit im Blick, um nachhaltigeren Konsum und Tourismus in der Breite des Marktes zu etablieren. Die REWE Group formuliert anspruchsvolle Ziele und scheut auch vor komplexen Problemstellungen nicht zurück. In vielen Fällen hat sie so neue Ansätze als Vorreiter umgesetzt, die heute allgemeine Standards sind. Bei der Umsetzung ihrer Nachhaltigkeitsstrategie führt die REWE Group einen intensiven Dialog mit ihren Stakeholdern und geht verbindliche und langfristige Partnerschaften ein. Denn nur wenn alle Beteiligten an gemeinsamen Zielen arbeiten, lassen sich langfristige Verbesserungen herbeiführen. So wird der Anteil an nachhaltigeren Produkten und Dienstleistungen immer weiter ausgebaut und nachhaltiger Konsum für immer größere Teile der Bevölkerung zugänglich.

Bereits 2008 hat die REWE Group den Grundsatz "Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst und handeln nachhaltig" in ihr Unternehmensleitbild aufgenommen und ein strategisches Nachhaltigkeitsmanagement etabliert. Mit der 2010 verabschiedeten Leitlinie für Nachhaltiges Wirtschaften wurde darüber hinaus ein verbindlicher Handlungsrahmen geschaffen, der die Grundlage für das umfassende Nachhaltigkeitsengagement der REWE Group legt. Das Ziel war von Beginn an eindeutig formuliert: Nachhaltigkeit soll "raus aus der Nische" in die Mitte der Gesellschaft gebracht werden.

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Als Vorsitzender des Vorstands verantwortet Frank Hensel die gesamte Nachhaltigkeitsstrategie der REWE International AG. Dabei wird er von der Stabsabteilung Nachhaltigkeit unterstützt, die eine abteilungs- und handelsfirmenübergreifende Koordinationsfunktion im gesamten Unternehmen hat. Für die Steuerung der Nachhaltigkeitsaktivitäten sind Arbeitskreise eingesetzt. Zu allen vier Nachhaltigkeitssäulen – "Grüne Produkte", "Energie, Klima und Umwelt", "MitarbeiterInnen", "Gesellschaftliches Engagement" – bestehen Arbeitskreise, in denen auch die Handelsfirmen der REWE International AG vertreten sind. Gemeinsam mit Vertretern aus den unterschiedlichen Fachabteilungen werden vier Mal im Jahr strategische Themen besprochen und priorisiert.

An der Spitze der Nachhaltigkeitsorganisation steht der Vorstand, der die Gesamtstrategie festlegt. Weitere wichtige Organe sind Arbeitskreise in den Kernbereichen "Grüne Produkte", "Energie, Klima und Umwelt", "MitarbeiterInnen" und "Gesellschaftliches Engagement" und die Stabstelle Nachhaltigkeit.

Den Dialog mit Stakeholdern führt die REWE International AG auf verschiedenen Ebenen. Auch die Vorstände sind darin regelmäßig und unmittelbar eingebunden, beispielsweise beim jährlichen Stakeholderforum oder den Regionalkonferenzen. Wichtige Anliegen der Stakeholder werden in den Arbeitskreisen (siehe 102-20) diskutiert.

 

Zu den wesentlichen Stakeholdergruppen, mit denen das Unternehmen im Austausch steht, zählen Lieferanten, KonsumentInnen, Geschäftspartner, Politik, Behörden, Wissenschaft und Nichtregierungsorganisationen, aber auch die eigenen MitarbeiterInnen.

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Zum Stichtag 31.12.2016 waren alle 42.322 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der REWE International AG in Österreich durch Tarifverträge und/oder Betriebsvereinbarungen abgedeckt.

Die für die REWE International AG relevanten Stakeholdergruppen wurden im Rahmen der 2008 erarbeiteten Nachhaltigkeitsstrategie festgelegt. Durch den intensiven Austausch, beispielsweise beim jährlichen Stakeholderforum, den Nachhaltigkeitswochen, im PRO PLANET Beirat, im Kundenbeirat oder bei Stakeholderbefragungen, wird die Auswahl entsprechend den relevanten Entwicklungen adaptiert.

Als Handels- und Touristikunternehmen mit täglich vielen Millionen Kundenkontakten haben wir eine besondere Chance, aber auch Verantwortung, nachhaltigere Produkte im breiteren Markt zu positionieren. Wichtige Impulse gibt der direkte und persönliche Austausch mit verschiedenen Anspruchsgruppen. Die Holding verantwortet den institutionalisierten Dialog mit den Anspruchsgruppen und die Kommunikation mit den Leit- und Fachmedien. Sie konzipiert Dachmarken-Kampagnen und -Maßnahmen beispielsweise die Initiative Blühendes Österreich.

Die Handelsunternehmen kümmern sich am Point of Sale um die KundInnenansprache, indem sie beispielsweise in wöchentlichen Flugblättern vor allem über produktbezogene Nachhaltigkeitsaspekte informieren. Im Rahmen der oben erwähnten jährlich stattfindenden Nachhaltigkeitswochen stärken sie mit ihren individuellen Maßnahmen das Bewusstsein der KosnumentInnen für umwelt- und sozialverträglichere Produkte und Dienstleistungen.

Zusätzlich werden MitarbeiterInnen informiert, sensibilisiert und motiviert, denn sie bilden die Schnittstelle zu KundInnen und Lieferanten und sind damit – auch als Nachhaltigkeitsbotschafter – ein wichtiger Faktor in der Differenzierung gegenüber Wettbewerbern.

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Seit 2009 organisiert die REWE International AG mit ihrem Stakeholderforum einen persönlichen, offenen und kritischen Austausch mit Anspruchsgruppen. Hier wird auch darüber diskutiert, wie Handel und Industrie KonsumentInnen zu nachhaltigerem Konsum bewegen können. 2015 und 2016 haben sich insgesamt rund 700 TeilnehmerInnen an zwei Stakeholderforen beteiligt. Dazu gehören VertreterInnen von Politik, NGOs, Wissenschaft und Industrie ebenso wie MitarbeiterInnen, aber auch KundInnen. Zu den Themen zählten Ressourcenschonung, Schutz der Tier- und Pflanzenwelt, soziale Verantwortung und die Zukunft des nachhaltigen Konsums. Die zentralen Anliegen der Stakeholder wurden vor Ort diskutiert. Sie prägen die Weiterentwicklung der Nachhaltigkeitsstrategie der REWE International AG.

Ein wichtiges Organ des Stakeholderdialogs sind auch die PRO PLANET Fachbeiräte. Für die Warengruppen Obst, Gemüse, Wein und Eier nahmen im Jahr 2016 über 190 TeilnehmerInnen teil, um die Weiterentwicklung des Programms voranzutreiben. Neben MitarbeiterInnen arbeiteten 114 Produzenten, Lieferanten, externe Vortragende in den Beiräten mit.

Ein weiteres Gremium ist der Kundenbeirat für Nachhaltigkeit, der 2013 gegründet wurde. 50 KundInnen der Handelsfirmen treffen sich zwei Mal jährlich, um mit MitarbeiterInnen relevante Themen zu diskutieren und weiterzuentwickeln.

 

Von der Berichterstattung abgedeckt werden die REWE International AG Konzerngesellschaften für Österreich. Dort, wo die Erfassungsgrenzen abweichen, wird dies bei der Darstellung der Daten deutlich gemacht.

 

Ein repräsentativer Querschnitt der relevanten Stakeholder (siehe 102-40) wurde 2016 als Basis für die Nachjustierung der Wesentlichkeitsmatrix in Umfragen zu ihren Anforderungen, Einschätzungen und strategischen Empfehlungen befragt. Aus den Befragungsergebnissen ergab sich eine Rangliste aus 32 wesentlichen Themen. Zu letzteren zählen verschiedene MitarbeiterInnenthemen, Themen des gesellschaftlichen Engagements, transparentes Marketing, Zertifizierung und Labels, Abfallmanagement, nachhaltige Verpackung sowie Biodiversität. Diese Bewertung wurde in internen Projektgruppen intensiv diskutiert. Daraus ergab sich für alle Themen, dass sie für das weitere Engagement des Konzerns sowie auch für die Berichterstattung wesentlich sind. 

Informationen dazu finden Sie im Kapitel Wesentlichkeitsmatrix.

Keine

Keine

 

Der Nachhaltigkeitsbericht der REWE International AG 2015/16 bezieht sich auf die Geschäftsjahre 2015 und 2016 (1. Januar 2015 bis 31. Dezember 2016).

 

Der Nachhaltigkeitsbericht der REWE International AG 2013/2014 ist am 09.09.2016 erschienen.

Die REWE International AG veröffentlicht seit 2009 alle zwei Jahre einen umfassenden Nachhaltigkeitsbericht.

Mag. Tanja Dietrich-Hübner
Leitung Nachhaltigkeit
Industriezentrum NÖ-Süd, Straße 3, Objekt 16
2355 Wiener Neudorf
E-Mail: nachhaltigkeit@rewe-group.at

Der Nachhaltigkeitsbericht der REWE International AG 2015/2016 wurde in Übereinstimmung mit der GRI G4 Standard-Option "Kern" erstellt.

Auszüge aus dem erweiterten GRI-Index wurden im Rahmen des REWE Group Nachhaltigkeitsberichts 2015/16 von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers geprüft.

Die Eingangsdaten der Klimabilanz wurden darüber hinaus durch das Österreichische Umweltbundesamt und die INFRAS AG geprüft.

Siehe 102-47

Regionale Lieferanten sind für die REWE International AG diejenigen, die durch eines der unterschiedlichen Regionalkonzepte erfasst werden. Als Region kann entweder das Bundesland (zum Steiermark), die traditionelle Gegend (zum Beispiel Weinviertel) oder die topografische Region (zum Beispiel Bodensee) gelten.

Mit A+A werden seit 2010 Produkte gekennzeichnet, deren Herstellung und Verarbeitung zu 100 Prozent in Österreich stattfindet und deren Inhaltsstoffe ebenfalls alle aus Österreich stammen (dabei wird eine Abweichung von zwei Prozent toleriert, die zum Beispiel durch die Verwendung von Gewürzen auftreten können).

Ein weiteres Regionalkonzept für das Obst und Gemüsesortiment wird in den Märkten von BILLA, MERKUR und ADEG unter der Eigenmarke "Da komm ich her!" seit 2014 umgesetzt. Die mittlerweile 244 Artikel werden saison- und regionsabhängig angeboten. Im Jahr 2016 konnten mit den Produkten über 80 Mil. Kundenkontakte erzielt werden.

Unter der PENNY Eigenmarke "Ich bin Österreich" werden KundenInnen Produkte angeboten, die nach typisch österreichischer Rezeptur hergestellt werden und deren Zutaten zu 100 Prozent aus Österreich stammen. Das Sortiment der Eigenmarke umfasste 2016 über 700 Artikel. Dabei kommen die Produkte auf über 68 Mil. Kundenkontakte im Jahr.

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Die private Vorsorge für das Alter gewinnt angesichts der demografischen Entwicklung zunehmend an Bedeutung. Dessen ist sich auch die REWE International AG bewusst und bietet ihren MitarbeiterInnen eine betriebliche Altersvorsorge. Die Versicherung kann beim nächsten Arbeitgeber weitergeführt werden.

Mit jedem neu eröffneten Markt investiert die REWE International AG nicht nur in neue Arbeitsplätze, sondern setzt mit den damit einhergehenden Infrastrukturinvestitionen, Steuern und Abgaben sowie den vielfältigen sozialen Aktionen der MitarbeiterInnen, MarktleiterInnen und selbständigen Kaufleute auch wichtige Impulse für die Entwicklung und Förderung der jeweiligen Region.

Diese Aufgabe wird auch von der öffentlichen Hand unterstützt: 2015/16 erhielten BILLA, MERKUR und BIPA eine Förderung für Altersteilzeit in der Höhe von rund 5,1 Mio. Euro bzw. 6,4 Mio. Euro. Die Lehrlingsausbildung dieser Handelsfirmen wurde mit 1,8 Mio. bzw. 2 Mio. Euro durch die öffentliche Hand gefördert. 2015 und 2016 erhielt die REWE International AG jeweils rund 130.000 Euro an Förderungen für Photovoltaik-Anlagen.

Die REWE International AG fördert Investitionen in Infrastruktur und Dienstleistungen an ihren Standorten, in Destinationen und in Ländern, wo besondere Unterstützung dringend erforderlich ist. Wir unterstützen Organisationen, Regionen und Kommunen auf unterschiedlichste Arten. Im Kapitel Gesellschaftliches Engagement erfahren Sie mehr über unsere Aktivitäten.

Mit der Initiative Blühendes Österreich werden Lebensräume für Tiere und Pflanzen langfristig gesichert. Ziel ist es, bis 2025 insgesamt 1.000 Hektar an bedrohten ökologischen Flächen zu schützen und 100.000 Österreicherinnen und Österreich aktiv in die Initiative zu involvieren. Bis Ende 2016 konnten auf diese Weise 325 Hektar Magerwiesen, Trockenrasen, traditionelle Streuobstflächen, Moore und Feuchtlebensräume sowie alte Baumbestände in Österreich erhalten werden. Mit Ende 2016 wurden dafür 265.000 Euro an Prämien an die 113 teilnehmenden Betriebe und Vereine ausgezahlt.

Mit über 3.600 Filialen schafft die REWE International AG in vielen Gemeinden national sowie international insgesamt über 69.000 Arbeitsplätze. Durch die Eröffnung neuer Filialen profitieren die Gemeinden zudem von Infrastrukturinvestitionen, Steuern und Abgaben sowie den vielfältigen sozialen Aktionen der MitarbeiterInnen, FilialleiterInnen und selbstständigen ADEG Kaufleuten. Die REWE International AG gibt so wichtige Impulse für die Entwicklung und Förderung der Regionen, in denen die Märkte ansässig sind. Darüber hinaus engagiert sich die REWE International AG aktiv für Kinder und Jugendliche und legt einen Schwerpunkt auf Themen, die mit ihrer Geschäftstätigkeit verbunden sind.

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Im Berichtszeitraum gab es über 173 Schulungen für knapp 2.000 MitarbeiterInnen der REWE International AG zum Thema Kartellrecht und Compliance. Daneben stehen jedem/r MitarbeiterIn wesentliche Compliance-Informationen über das Intranet zur Verfügung.

Hinweise, die bei den Compliance-Verantwortlichen eingehen, werden systematisch im Compliance-Hinweistool erfasst, bearbeitet und zur Aufklärung an die zuständigen Fachbereiche – insbesondere an die Konzernrevision – weitergeleitet. Diese prüft den Sach­verhalt und teilt dem Bereich Governance & Compliance der REWE Group die Ergebnisse beziehungsweise die zu ergreifenden Maßnahmen mit. Deren Umsetzung, zum Beispiel arbeits- oder strafrechtlicher Art, liegt in der Verantwortlichkeit der operativen Einheiten. Sowohl 2015 als auch 2016 gab es keine bestätigten Korruptionsfälle bei der REWE International AG.

Gemeinsam mit den dezentralen Compliance Officern führt der REWE Group Zentralbereich Governance & Compliance jährlich Workshops durch, um gemeinsam das Compliance-Programm weiterzuentwickeln und präventive Maßnahmen zur Minimierung von Compliance-Risiken zu implementieren.

Im Berichtszeitraum gab es keine Verfahren gegen die REWE International AG aufgrund von wettbewerbswidrigem Verhalten oder Monopolbildung.

Als Handels- und Touristikunternehmen nutzt die REWE International AG Ressourcen, wie Energie, Wasser und Holz, um Produkte herzustellen, zu bewerben und ihren KundInnen anzubieten. Die REWE International AG kauft sowohl Marken- als auch Eigenmarkenprodukte größtenteils von Fremdunternehmen ein. Es wird nicht umfassend erfasst, welche Mengen an verarbeiteten Rohstoffen, Verpackungsmaterialien oder Prozessenergie diese Unternehmen zur Herstellung der Produkte einsetzten.

In den Phasen der Wertschöpfungskette, die im eigenen Zuständigkeitsbereich liegt, sind neben Maßnahmen im Bereich Energieeffizienz auch die Nutzung und Förderung von Recyclingmaterial und nachhaltigeren Baumaterialien von großer Bedeutung. Für ein Handels- und Touristikunternehmen ist zudem Papier eine wesentliche Ressource, welches vor allem im Bereich Produktwerbung eine große Rolle spielt. Der gesamte Papierverbrauch der REWE International AG betrug 2016 rund 31.000 Tonnen. Davon entfallen mit rund 25.000 Tonnen etwa 80 Prozent des Papierverbrauchs auf die Produktion von Flugblätter.

Papier ist eine wesentliche Ressource, die die REWE International AG in allen Geschäftsfeldern und in großen Mengen verwendet. Hier setzt das Unternehmen auf die Förderung des Einsatzes von Recyclingpapier, das insbesondere für Flugblätter und andere Printmedien sowie in der Verwaltung verwendet wird. Als wesentlichen Bestandteil der Nachhaltigkeitsstrategie hat das Unternehmen seit 2009 begonnen auf umweltfreundlicheres Papier umzustellen. Dazu gehört Recyclingpapier sowie Papier aus nachhaltiger Forstwirtschaft, das vom Forest Stewardship Council (FSC) oder dem Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes (PEFC) zertifiziert wurde. Seit 2015 wird nur mehr zertifiziertes Frisch- und Recyclingpapier eingesetzt.

Eine große Herausforderung ist das Kunststoffrecycling. Die REWE International AG fördert die Wiederverwertung von Kunststoffen, indem sie Verpackungsabfälle in den Märkten und Lagern trennt und den Einsatz von recycelten Kunststoffen unterstützt.

 

Die REWE International AG ist sich ihrer Verantwortung für die verkauften Produkte bewusst. Handelsunternehmen stoßen bei der Rücknahme von Verpackungen, insbesondere in der Filiale, aufgrund der vorgegebenen hygienischen Anforderungen allerdings an ihre Grenzen. So gibt es für KundInnen zwar die Möglichkeit, Umverpackungen direkt in der Filiale abzugeben, eine direkte Rücknahme von Verkaufsverpackungen erfolgt dagegen nur für Getränkeverpackungen. Dies gilt für Getränke in Mehrweggebinden, welche REWE International AG seit Jahren vertreibt. Es werden zudem Getränke in Einwegverpackungen angeboten. Damit berücksichtigen wir nicht nur Kundewünsche, sondern nutzen potenzielle Einsparungsmöglichkeiten bei Transport und Handling.

Zudem haben KundInnen die Möglichkeit, Energiesparlampen und Batterien in den Filialen zurückzugeben. Die Verpackungsmaterialien für ihre Eigenmarkenprodukte lizenziert die REWE International AG bei einem dualen System. So stellt das Unternehmen sicher, dass die Verpackungen haushaltsnah erfasst und einer Verwertung zugeführt werden. Die mit diesem getrennten System erzielten Verwertungsquoten übertreffen regelmäßig die gesetzlichen Vorgaben aus der Verpackungsverordnung.

Der Energieverbrauch umfasst Strom, im Wesentlichen für die Kühlung und Beleuchtung, sowie den Kraftstoffverbrauch für die Transporte der Produkte vom Lager zum Markt. Dieser Teil der Logistik fällt in den direkten Einflussbereich des Unternehmens, weshalb hier sowohl die Verbräuche der eigenen Fahrzeuge als auch die der externen Dienstleister aufgenommen wurden.

Der Energieverbrauch der REWE International AG ist 2016 im Vergleich zu 2014 um 2,2 Prozent gestiegen. Der größte Anteil des Verbrauchs entfällt mit rund 61 Prozent auf Strom, gefolgt von Kraftstoffen für Pkw und Lkw (17 Prozent) und Gas (14 Prozent). Die Senkung des Stromverbrauchs ist zu einem großen Teil auf die Optimierung von Kälte-, Klima- und Beleuchtungstechnik zurückzuführen.

Der spezifische Energieverbrauch (Energieverbrauch je Quadratmeter Verkaufsfläche) ist im Berichtszeitraum um 0,8 Prozent gestiegen und lag 2016 bei 777 kWh pro m². Einbezogene Energiearten sind Strom, erneuerbare Energie, Erdgas, Heizöl, Fernwärme, Treibstoffe, Solarthermie und Flüssiggas.

Um gezielt Strom einsparen und Emissionen reduzieren zu können, überprüft die REWE International AG regelmäßig den Strom- und Gasverbrauch in ausgewählten Märkten. Im Rahmen des zentralen Energiemonitorings wurden bereits 204 BILLA, MERKUR und PENNY Filialen mit Zählern für Strom, Wärme und Wasser ausgestattet. Jeder Zähler wird dabei mit einem definierten Grenzwert pro Woche im Energiemanagementsystem hinterlegt. Wird dieser Wert über eine Toleranzgrenze hinaus überschritten, erfolgt eine zentrale Alarmierung mit anschließender Fehleranalyse.

Die REWE International AG nutzt Wasser in ihren rund 2.500 Märkten, an ihren Produktions- und Lagerstätten sowie Verwaltungsstandorten. Die Wasserversorgung erfolgt – abgesehen von der Regenwassernutzung einiger "GreenBuildings" – nahezu komplett durch die öffentliche Infrastruktur.

Im Jahr 2015 wurden in allen Bereichen der REWE International AG 894.414 m³ Wasser verbraucht. Im Jahr 2016 gab es einen Anstieg von 5,5 Prozent auf 943.720 m³.

Bei der Gestaltung nachhaltigerer Sortimente ist der Erhalt der biologischen Vielfalt ein wichtiges Kriterium. Die größten Einflussmöglichkeiten der REWE International AG auf die Sicherung der biologischen Vielfalt liegen dabei im Bereich der Eigenmarkenproduktion.

Biodiversitätskriterien können über Standardsysteme wie Bio, Forest Stewardship Council (FSC), UTZ, Rainforest Alliance und Marine Stewardship Council (MSC) berücksichtigt werden. Sie finden außerdem Anwendung innerhalb der Leitlinien, die von der REWE International AG für Rohstoffe wie Palmöl, Fisch oder Kakao formuliert wurden. Auch bei produktbezogenen Hot Spot-Analysen im Rahmen des PRO PLANET Ansatzes werden Auswirkungen auf die biologische Vielfalt untersucht. So können negative Auswirkungen identifiziert und Maßnahmen zur Reduktion oder Behebung ergriffen werden.

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Seit Anfang 2008 hat die REWE International AG ihren Strombezug vollständig auf zertifizierten Grünstrom umgestellt. Zur Minderung der Treibhausgasemissionen tragen vor allem neue regenerative Erzeugungsanlagen bei.

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siehe 305-1

siehe 305-1

Sowohl die absoluten als auch die spezifischen Treibhausgasemissionen (je Quadratmeter Verkaufsfläche) der REWE International AG sind über den Berichtszeitraum gesunken. Die spezifischen Treibhausgasemissionen lagen 2014 bei 227 und 2016 bei 212 Kilogramm CO2-Äquivalente je Quadratmeter. Die Berechnung der Emissionsintensität umfasst direkte, indirekte energiebezogene und weitere indirekte Emissionen (Scope 1, 2 und 3).

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Die REWE International AG hat unterschiedliche Initiativen zur Einsparung von Energie ergriffen, die zu einer Verringerung der Treibhausgasemissionen führen. Aufgrund dieser Maßnahmen konnten im Berichtszeitraum 16.234 Tonnen CO2-Äquivalente eingespart werden. Die Reduzierung betraf direkte, indirekte energiebezogene und weitere indirekte Emissionen (Scope 1, 2 und 3).

Die REWE International AG hat in den vergangenen Jahren den Einsatz Ozon abbauender Kältemittel konsequent reduziert – Im Berichtszeitraum um rund 70 Prozent. Dies ist vor allem auf die gesetzlich vorgeschriebene Umstellung des Kältemittels R22 auf nicht ozonabbauende Kältemittel wie R404A, R134a und NH3 zurückzuführen. 2014 lag der Wert der Emissionen ozonabbauender Stoffe aus nachgefüllten Kältemitteln bei 33 Kilogramm R11-Äquivalente. 2016 konnte der Wert auf 10 Kilogramm R11-Äquivalente reduziert werden.

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Die Luftschadstoffe, die auf die Geschäftstätigkeit der REWE International AG zurückzuführen sind, entstehen vorrangig in den vorgelagerten Verbrennungs- und Produktionsprozessen zur Herstellung von Strom, Wärme und Papier. Darüber hinaus sind es die Emissionen aus Kältemitteln, der Logistik und Dienstreisen, die sich auf die Luftemissionen auswirken.

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Die REWE International AG verfolgt den Anspruch des Recyclings gemeinsam mit ihren Entsorgungspartnern konsequent. Das zeigt sich vor allem an den Quoten stofflicher und thermischer Verwertung bei den nicht gefährlichen Abfällen. Seit 2008 liegt diese bei über 90 Prozent, seit 2012 relativ konstant bei über 95 Prozent. Fast vollständig werkstofflich verwertet wird die Fraktion Papier, Pappe und Kartonagen, die rund 50 Prozent den größten Anteil des gesamten Abfallaufkommens ausmacht. Aber auch bei Kunststoffen, Metallen, Glas, Bauabfällen sowie Abfällen aus Märkten wird der größte Teil verwertet. Die in den Lebensmittelmärkten anfallenden organischen Abfälle werden geeigneten Biogasanlagen zugeführt und in Strom und Wärme umgewandelt.

Die Menge nicht gefährlicher Abfälle innerhalb des Unternehmens betrug 2016 106.839 Tonnen. Die gefährlichen Abfälle - hierzu gehören vor allem bestimmte Elektroaltgeräte, Öle, Fahrzeugbatterien sowie Leuchtstoffröhren - machten 2016 mit 340 Tonnen nur einen geringen Teil des gesamten Abfalls aus. Im Vergleich zu den nicht gefährlichen Abfällen liegt die Menge der gefährlichen Abfälle bei 0,3 Prozent.

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Es sind keine wesentlichen Umweltverstöße im Berichtszeitraum bekannt.

Die REWE International AG verfolgt das Ziel, mit den Vertragspartnern beziehungsweise Lieferanten Nachhaltigkeitsleitlinien und verbindliche Standards innerhalb der gesamten Lieferkette zu implementieren. Dieses Ziel ist in der Leitlinie für nachhaltiges Wirtschaften verankert. Darüber hinaus wurden spezifische Leitlinien für Rohstoffe entwickelt, mit dem Ziel negative Umweltauswirkungen zu minimieren.

siehe 308-1

Die Fluktuationsrate der REWE International AG MitarbeiterInnen ist seit Jahren relativ stabil: Sie sank von 22,2 Prozent (2014) auf 21,5 Prozent im Jahr 2016. Im gleichen Zeitraum steig auch die durchschnittliche Firmenzugehörigkeit von 8 auf 8,4 Jahren. Im Berichtszeitraum stieg die MitarbeiterInnen-Anzahl von 41.100 auf 42.322.

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Die REWE International AG setzt sich stark für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ein und gestaltet ihren MitarbeiterInnen die Rückkehr in den Beruf so einfach wie möglich.

Der Anspruch auf Elternzeit ist in Österreich gesetzlich geregelt. Es gibt zahlreiche Maßnahmen, um mit den Eltern in der Elternzeit in Kontakt zu bleiben. So werden diese zum Beispiel zu regelmäßigen Karenzjausen und zu MitarbeiterInnen-Feste eingeladen.

Im Berichtszeitraum nahmen 6.091 MitarbeiterInnen Elternteilzeit in Anspruch, davon waren 6.002 MitarbeiterInnen weiblich und 89 männlich. 1.482 MitarbeiterInnen sind im Berichtszeitraum nach der Elternzeit wieder an den Arbeitsplatz zurückgekehrt sind.

In nahezu allen Entscheidungen der REWE International AG ist der Betriebsrat als gewählte Arbeitnehmervertretung eingebunden. Den vorgegebenen Mitbestimmungs- und sonstigen Beteiligungsrechten entsprechend werden die Arbeitnehmergremien rechtzeitig informiert, Stellungnahmen eingeholt und Einigungen mit ihnen erzielt. Die REWE International AG arbeitet konsequent, intensiv und vertrauensvoll mit den Betriebsräten zusammen. Ihre Vertreter sind in zahlreichen Organen eingebunden. Betriebliche Veränderungen werden frühzeitig gemeinsam erörtert.

Die von der REWE International AG erhobene Unfallstatistik erfasst die Arbeitsunfälle sowie die damit verbundenen Ausfalltage und ermöglicht eine Auswertung nach Geschlecht und Geschäftsfeld. Die Darstellung erfolgt als meldepflichtige Unfälle pro 1.000 Full Time Equivalent (FTE, Vollzeitäquivalent).

2016 lag die Unfallrate bei 20,9 Unfällen pro 1.000 FTE  und ist damit innerhalb von zwei Jahren um 3,4 Unfälle pro 1.000 FTE gesunken. Im Berichtszeitraum kam es zu keinen arbeitsbedingten Todesfällen.

Der Anteil der gesundheitlich bedingten Arbeitszeitausfälle ist bei der REWE International AG sehr stabil. Er betrug 2014 und 2016 3,82 Prozent.

Raubüberfälle sind in den Filialen der REWE International AG – wie im gesamten Einzelhandel – leider nach wie vor ein aktuelles Thema. Die betroffenen MitarbeiterInnen können sowohl unter körperlichen als auch psychischen Schäden leiden. Das kann zu längeren Ausfallzeiten führen. Eine Akutintervention nach traumatischen Ereignissen kann hier sehr hilfreich sein. Im Berichtszeitraum waren 38 MitarbeiterInnen von Raubüberfällen betroffen.

Die Dienstleister der REWE International AG sind in der Regel selbstständige dezentrale Vertragspartner, so dass Daten zu Unfallraten, Krankenstand und Todesfällen in Bezug auf externe Dienstleister nicht erfasst werden.

Hinweise auf MitarbeiterInnen, die aufgrund ihrer Tätigkeit eine hohe Erkrankungsrate oder -gefährdung aufweisen, liegen nicht vor. Gesunde und zufriedene MitarbeiterInnen sind die Basis eines erfolgreichen Unternehmens. Im Rahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) bietet dei REWE International AG daher eine Vielzahl an Möglichkeiten zur Verbesserung der körperlichen Gesundheit wie z.B. Ernährungsberatungen, Nichtraucherseminare oder Fitnesskurse an.

Bei der Gesundheitsprävention spielt auch der Umgang mit Stress und psychischen Belastungen eine wichtige Rolle. Psychische Belastung führt häufig zu mangelnder Konzentrationsfähigkeit, Überforderung am Arbeitsplatz und folglich zu Angst vor schlechten Arbeitsergebnissen und Jobverlust. Die REWE International AG steuert hier mit zahlreichen Maßnahmen wie dem "Work-Life-Balance" Seminar oder dem Seminar "Leistungsfähigkeit nachhaltig managen" bei BILLA entgegen. Vor allem den Führungskräften werden anhand dieser Seminare Themen wie Leistungsfähigkeit und ihre Einflussfaktoren, Burnout, Ressourcen und Ressourcenmanagement und die Rolle der Führung und Umfang mit belasteten MitarbeiterInnen, nähergebracht.

Der Anteil von Frauen in der gesamten Mitarbeiterschaft der REWE International AG lag 2016 bei 73,9 Prozent. Während 62,6 Prozent der Führungskräfte weiblich sind liegt der Frauenanteil im Top-Management bei 13,5 Prozent. Im Juni 2016 wurde Kerstin Neumayer zur Vorstandvorsitzenden von MERKUR ernannt.

Die REWE International AG verfolgt alle Hinweise auf Diskriminierung konsequent und ahndet diese mit disziplinarischen sowie gegebenenfalls personellen Maßnahmen. Im Berichtszeitraum gab es keine Diskriminierungsfälle.

Regelmäßig werden alle MitarbeiterInnen der REWE International AG, die im Einkauf tätig sind, zu relevanten Nachhaltigkeitsthemen geschult, so dass die definierten Sozialstandards, wie beispielsweise GRASP, in der Auswahl der Lieferanten sowie im Einkaufsprozess Berücksichtigung finden.

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Die Geschäftstätigkeit der REWE International AG hat vielfältige Auswirkungen auf das Gemeinwesen an den jeweiligen Standorten der Märkte. Grundsätzlich schaffen Filialen der REWE International AG Arbeitsplätze vor Ort, darunter zahlreiche Teilzeitarbeitsplätze Wenn die REWE International AG entschieden hat, an einem bestimmten Standort eine neue Filiale zu bauen, konsultiert das Unternehmen die zuständigen Behörden. Hierbei werden die, je nach Bundesland unterschiedlichen, Raumordnungsgesetze und Flächenwidmungsbestimmungen exakt eingehalten. Diese unterliegen gesetzlich geregelten Abläufen, die Anhörungen der Betroffenen beinhalten. Die Auswirkungen auf die Umwelt werden über gesetzliche Standards geregelt, die die REWE International AG einhält.

Von den Einzelhandelsaktivitäten, die ausschließlich in Ländern der Europäischen Union stattfinden und damit streng reguliert sind, gehen keine signifikanten negativen Folgen auf die lokalen Gemeinschaften aus. Auch für die Standorte außerhalb der EU (Ukraine, Russland) sind der REWE International AG keine signifikanten negativen Folgen für lokale Gemeinschaften bekannt.

Im Berichtszeitraum wurden keine Spenden an politische Parteien getätigt.

 

Im Rahmen des Qualitätsmanagements führt die REWE International AG systematische Prüfungen auf Gesundheit und Sicherheit entlang des gesamten Produkt­lebenszyklus durch.

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Im Jahr 2015 gab es bei der REWE International AG insgesamt vier öffentliche Produktrückrufe. Im Jahr 2016 gab es fünf öffentliche Rückrufe. Untersuchungen der Vorfälle zeigen, dass es sich hierbei um Einzelfälle handelt, es gab keine Häufung bei Produkten oder Produzenten. Die Rückrufe betrafen einen Listerienverdacht bei Weichkäse, mikrobiologische Abweichungen und nicht deklarierte Allergene.

In allen Fällen konnten KundInnen die Ware in den Märkten gegen Erstattung des Kaufpreises zurückgeben.

Die Produkte der REWE International AG werden im Rahmen der gesetzlichen Anforderungen hinsichtlich ihrer Herkunft, Zusammensetzung und Nutzung (zum Beispiel durch das Mindesthaltbarkeitsdatum) gekennzeichnet. Darüber hinaus werden Produkte im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie mit Nachhaltigkeits­informationen versehen.

Wichtige Formen der Kennzeichnung sind u.a.:

  • Das PRO PLANET Label
  • "Da komm' ich her!" für regionale Produkte
  • AMA Gütesiegel für Fleisch aus Österreich

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Die REWE International AG verfolgt das Ziel, mit den Vertragspartnern beziehungsweise Lieferanten Nachhaltigkeitsleitlinien und verbindliche Standards innerhalb der gesamten Lieferkette zu implementieren. Dieses Ziel ist in der Leitlinie für nachhaltiges Wirtschaften verankert, die auch Auswirkungen auf die Gesellschaft beinhaltet. Darüber hinaus wurden spezifische Leitlinien für Rohstoffe entwickelt, mit dem Ziel negative soziale Aspekte zu minimieren.

siehe  414-1

Im Berichtszeitraum gab es 6 Beschwerden zur Verletzung des Datenschutzes. Hauptgründe der Beschwerden waren unzureichende Dienstleistervereinbarungen und generelle Stammkundenbeschwerden. Keiner der Beschwerden wurde jedoch von der Datenschutzkommission aufgegriffen.

Im Berichtszeitraum wurden keine Sanktionen wegen Verstößen gegen Rechtsvorschriften verhängt.

Im Berichtszeitraum wurden keine wesentlichen Bußgelder bezüglich Bereitstellung und Nutzung von Produkten und Dienstleistungen gezahlt.