Kältetechnik

Rund zwei Drittel des gesamten Stromverbrauchs in einer Filiale entfallen auf Warenkühlung. Durch effizientere Kühlmöbel kann der Stromverbrauch reduziert und somit können wesentliche CO2-Einsparungsmaßnahmen erzielt werden. Große Mengen an Treibhausgas-Emissionen entstehen aber auch bei der Verwendung von Kältemitteln. Für diesen Bereich hat die REWE International AG für Österreich und Deutschland daher einen eigenen KPI definiert, welcher bis 2022 die Reduzierung der kältemittelbedingten Treibhausgas-Emissionen pro Quadratmeter Verkaufsfläche um 35 Prozent im Vergleich zu 2012 vorsieht. Bis zum Jahr 2016 konnte in Österreich bereits eine Reduzierung um 48,5 Prozent erreicht werden. Die Maßnahmen in den Filialen reichen von energieeffizienten Kälteanlagen und Kühlmöbeln, LED in Tiefkühl- und Normalkühlmöbeln und Glastüren bei Tiefkühlmöbeln bis zum laufenden Monitoring der Kälteanlagen. Zudem wurden bis Ende 2016 in rund 1.400 BILLA-, MERKUR-, PENNY- und AGM-Märkten Kühlmöbeltüren für die Kühlung von Fleisch- und Convenience-Produkten installiert.

Mit dem im Jahr 2014 ins Leben gerufenen BILLA Energie-Effizienz-Preis Kältetechnik motiviert die REWE International AG sowohl Hersteller als auch Lieferanten dazu, Kälteanlagen bestmöglich zu optimieren, ohne dabei Abstriche bei Ausfallsicherheit oder Warentemperatur zu machen. Die besten Hersteller und Service-Partner werden jährlich mit diesem Preis prämiert. Beurteilt werden dabei Kriterien wie Energieverbrauch, Treibhausgasbelastung, Qualität der Warenkühlung oder Ausfallsicherheit. Durch die Maßnahmen und Systemumstellungen konnten bis 2016 rund 75 Prozent der Kältemittel-Nachfüllmengen eingespart werden, was rund 36.000 Tonnen weniger CO2-Äquivalent-Emissionen bedeutet.

Ozonschädigungspotenzial (ODP) der Kältemittelverluste bei REWE International AG in Österreich

  2014  2015  2016
Ozonschädigungspotenzial (ODP) in kg R11-Äquivalenten 33 12 10

 

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