Abfall und Recycling

Vermeidung, Verringerung, Sammlung, Verwertung und Entsorgung – ein funktionierendes Abfall- und Recyclingmanagement ist für einen Lebensmittelhändler nicht nur aufgrund gesetzlicher Vorschriften unabdingbar. Das unternehmenseigene Logistiksystem sammelt die in den Märkten vorsortierten Transportverpackungen und führt sie der überwiegend stofflichen Verwertung zu. Um das Transportvolumen zu verkleinern, werden 619 mechanische Pressen bei BILLA, MERKUR, PENNY und AGM eingesetzt. Damit können die Altstoffe in kompakter Form effizienter transportiert werden.  

Insgesamt beträgt der Verwertungsanteil aller Abfälle, also die Summe aus stofflicher und energetischer Verwertung, deutlich mehr als 90 Prozent. Rund 0,1 Prozent der Gesamtmenge sind gefährliche Abfälle (hauptsächlich Batterien, Energiesparlampen, Bleiakkumulatoren sowie ölhaltige Abfälle und Ölabscheider), die befugten Unternehmen zur Entsorgung übergeben werden.  

Gesamte Abfallmenge der REWE International AG in Österreich in Tonnen (inkl. AGM und Großhandel, exkl. ADEG Kaufleute)  

  2014  2015  2016
Abfall, nicht gefährlich 103.019 106.225 106.839
Abfall, gefährlich 260 280 340
Gesamtabfallmenge 103.279 106.505 107.179

Spezifische Abfallmenge der REWE International AG in Österreich in kg pro m² Verkaufsfläche (inkl. AGM und Großhandel, exkl. ADEG Kaufleute)  

2014  2015  2016
85 87 87

Die gesamte Abfallmenge der REWE International AG im Jahr 2016 betrug 107.179 Tonnen, was für den Berichtszeitraum eine Zunahme von knapp 3 Prozent bedeutet. Dies ist vor allem auf die Expansion des Unternehmens zurückzuführen, da die spezifische Menge konstant bei 87 kg/m² Verkaufsfläche liegt. Mehr als die Hälfte der Abfälle machen Transportverpackungen wie Kartonagen aus. Die REWE International AG setzt aber auch eine Vielzahl an Mehrweg-Transportverpackungen ein, 2016 lag der Mehrweganteil der Transportkisten im Obst- und Gemüse-Bereich bei ca. 40 Prozent.   

Kooperation mit AfB social & green IT   

In Elektrogeräten stecken wertvolle Ressourcen, ihre Aufbereitung zur Wiederverwendung spart Energie und schont die Umwelt. Seit Juni 2012 übergibt die REWE International AG gebrauchte Geräte wie PCs, Notebooks oder Bildschirme an die gemeinnützige Gesellschaft AfB social & green IT. AfB social & green IT sammelt und recycelt ausgemusterte IT-Hardware. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 180 MitarbeiterInnen an 13 Standorten in Österreich, Deutschland, Frankreich und der Schweiz. An rund der Hälfte der Arbeitsplätze sind Menschen mit Behinderung beschäftigt. Durch die Partnerschaft mit AfB social & green IT konnten im Berichtszeitraum 570 PCs, 893 Festplatten, 307 TFT-Monitore und 8 Server übergeben werden. Diese IT-Geräte waren zu 100 Prozent wiederverwertbar. Zusätzlich übernahm die REWE International AG seit 2014 die Patenschaft für einen Arbeitsplatz für eine Person mit Behinderung.  

Re-Use Sammeltag mit dem Wiener Hilfswerk  

Am 20.10.2016 wurde mit dem Wiener Hilfswerk in der Konzernzentrale der 1. Re-Use Sammeltag durchgeführt, an dem knapp 70 MitarbeiterInnen rund 430 kg gebrauchte Haushaltsgegenstände der sozialen Hilfsorganisation zur Weitergabe an Bedürftige übergeben haben.  

Trinkwasserumstellung in der Konzernzentrale 

In der Konzernzentrale der REWE International AG in Wiener Neudorf wurde im Sommer 2015 die Trinkwasserversorgung der MitarbeiterInnen auf Initiative von Personal- und Nachhaltigkeitsabteilung umgestellt: Mit der Einführung von bisher 52 dezentralen Wasseraufbereitungsanlagen wird den MitarbeiterInnen frisches, gereinigtes und gekühltes Leitungswasser in persönlichen Wasserkaraffen zur Verfügung gestellt, wodurch jährlich rund eine halbe Million PET-Flaschen eingespart werden.

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