Besuch von Hühnerbetrieben mit VIER PFOTEN und McDonald's

Autorin Tanja Dietrich-Hübner Leitung Nachhaltigkeit

Schon auf den ersten Blick konnte man sehen, dass die 21.000 weißfärbigen Hühner um etwa 20 Prozent mehr Bewegungsfreiheit haben als ihre Artgenossen aus der konventionellen Mast. Und auch die ausgelegten Strohballen fielen gleich auf, an denen die Tiere eifrig herumzupften und die als erhöhte Sitzgelegenheit eine willkommene Abwechslung bieten. Jungbauer Georg Kopp zeigte sich zufrieden mit dem Nachhaltigkeitsprogramm für die Hofstädter Hühner. Größte Herausforderung ist derzeit, die entsprechenden Mengen zu bekommen. Denn seit der Einführung Anfang März wird das Hofstädter Hühnerfleisch aus nachhaltiger Zucht bei BILLA, MERKUR und ADEG stark nachgefragt.

McDonald’s bezieht derzeit aus Kostengründen kein Hühnerfleisch aus Österreich, sucht jedoch nach Projektbetrieben, in denen Verbesserungen in der Hühnerhaltung oder bei Futtermitteln getestet werden können. Schon jetzt sind zum Beispiel gentechnikfreie Futtermittel Standard bei McDonald’s. In Ungarn und Deutschland gibt es auch schon Projektbetriebe, die die Vorteile von erhöhten Sitzebenen ausprobieren. Diese Erfahrungen könnten auch für uns interessant sein – sollen solche Flächen doch bis 2015 in allen Ställen mit Hofstädter Hühnern eingebaut werden.

Impressionen vom Biohof

Die zweite Station unserer Exkursion war der Bio-Betrieb Hobel. Im Stall herrschte rege Betriebsamkeit und im Gegensatz zum vorigen Betrieb hörte man das geräuschvolle Gackern der Bio-Hühner hier über den ganzen Hof. Die Tiere waren auch deutlich aktiver. Viele flatterten herum, badeten im Staub oder liefen zwischen Wintergarten und Stall hin und her. Andere hüpften auf erhöhten Sitzgelegenheiten herum. Die knapp 4.000 Hühner haben jederzeit die Möglichkeit, ins Freie zu laufen. Die kräftige Frühlingssonne lockte aber nur wenige Hühner heraus, bevorzugen die Tiere doch eher kühle Temperaturen.

Vielleicht war es aber auch der Schatten des kreisenden Habichts, der die Tiere im Schutz des Wintergartens und des Stalls verharren ließ. Denn der findet sich immer wieder ein Hendl. „Wir haben schon alles Mögliche versucht: eine Vogelscheuche und Metallstreifen, die im Wind glitzern und klappern“, erklärt Landwirt Hobel. „Aber der Habicht ist schlau.“ Mit einigen Anregungen für das REWE International AG Nachhaltigkeitsprogramm und positiven Eindrücken fuhren wir anschließend wieder zurück.

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