Blühendes Österreich: Schafe retten Retzer Trockenrasen

Autor Ronald Würflinger Geschäftsführer Stiftung Blühendes Österreich

Ende September wurden erstmals seit Jahren die ökologisch wertvollen Trockenrasen um Retz wieder mit Schafen beweidet. Der Schäfer Stefan Hirsch aus Oberfladnitz wird ab heuer 5,2 Hektar wertvollste Flächen vor dem Verbuschen retten und einen wichtigen Beitrag für deren Erhalt leisten. Unterstützt und finanziert wird das Projekt von der Stiftung Blühendes Österreich und der Stadt Retz.

Die Stadt Retz besticht nicht nur durch Grünen Veltliner und den historischen Stadtkern. Besonders wertvoll und bemerkenswert sind die artenreichen Trockenrasen und Halbtrockenrasen, die um die Stadt liegen. Der 325 m hohe Golitsch gilt als Hausberg der Retzerinnen und Retzer. An seinen Hängen gedeiht eine vielfältige wärmeliebende Flora wie Federgras und Orchideenarten.

Die wertvollen Wiesenflächen und ehemaligen Weiden wurden schon seit Jahrzehnten nicht mehr bewirtschaftet. Unermüdliche Naturschützer und Interessierte pflegten manuell die Fläche so weit als möglich. Durch das Engagement der Biologin Gabriele Bassler und des Stadtrates Martin Pichelhofer konnte der Schäfer Stefan Hirsch gewonnen werden. Hirsch leitet einen Mutterschafbetrieb mit 60 Tieren. Etwa 15 bis 20 Tiere wird er nun abwechselnd auf den Retzer Trockenrasen weiden lassen. Blühendes Österreich unterstützt das Projekt mit EUR 3.800/Jahr für die nächsten drei Jahre über sein Naturschutz-Flächenprogramm.

Bürgermeister Helmut Koch freut sich, „dass die Hausberge der Stadt durch die Beweidung maßgeblich aufgewertet werden und das Landschaftsbild erhalten bleibt“. Mitinitiator Stadtrat Pichelhofer verweist „auf die Bedeutung des wertvollen Erholungsraums und der vielfältigen Flora und Fauna vor der Haustüre. Diese kann nur durch die Beweidung erhalten werden.“

Ronald Würflinger, Geschäftsführer der Stiftung Blühendes Österreich betont „die starke Unterstützung seitens der Stadt Retz und freut sich, dass sich hier eine Kommune mit Herz und Leidenschaft für Natur- und Biodiversitätsschutz einsetzt und Blühendes Österreich einen wertvollen Beitrag leisten kann. Durch den Rückgang der traditionellen extensiven Land- und Weidewirtschaft gehen diese wertvollen Natur- und Kulturlandschaften seit Jahrzehnten in Österreich verloren.“

Stiftung Blühendes Österreich

Blühendes Österreich finanziert den Erhalt wertvoller ökologischer Lebensräume und will insgesamt 10 Mio. m² – oder rund zehn Quadratkilometer solcher Naturflächen schützen. Kernzweck der Stiftung ist die Unterstützung von Eigentümern und Bewirtschaftern von wertvollen und gefährdeten ökologischen Flachen wie Magerwiesen, Trockenrasen, traditionellen Streuobstflachen, Mooren und Feuchtlebensraumen, Hecken und Rainen oder alten Baumbeständen besonders in landwirtschaftlich intensiv genutzten Regionen.

Mit „Da komm‘ ich her!“, „bi good“, „Ich bin Österreich“ und „Immer Grün“ beitragen!

Pro verkauftem Produkt der regionalen Eigenmarken Da komm‘ ich her! von BILLA, MERKUR und ADEG sowie Obst und Gemüse von Ich bin Österreich von PENNY, der neuen Eigenmarke Immer Grün von Merkur und den Pflegeprodukte der grünen Eigenmarke bi good von BIPA fließt ein Cent in die Initiative Blühendes Österreich. Die Kundinnen und Kunden können durch den Kauf dieser Produkte bewusst die Initiative unterstützen und damit zu Naturschutzprojekten in Österreich beitragen

 

Vorige Seite Nächste Seite