Der REWE Austria Touristik-Wald wächst und gedeiht

Autor Ricardo Leitner Leitung PR & Werbung

Seit 2012 unterstützt die REWE Austria Touristik die Kinder- und Jugendinitiative Plant-for-the-Planet. Der erste Baum im Namen von REWE Austria Touristik wurde im Jahr 2013 gepflanzt. Alle bis jetzt gespendeten Bäume werden spätestens in sechs Monaten als Setzlinge gepflanzt sein. Schon ab dem Jahr 2020 werden diese einen Stammumfang von zehn Zentimetern haben und jedes Jahr mehr als 2.500 Tonnen CO2 binden.

Die gespendeten Bäume werden auf dem stiftungseigenen Pflanzgelände – der „Rancho Las Américas“ – in Constitución im Bundesland Campeche, Mexiko gepflanzt. Zu Weihnachten 2013 konnte Plant-for-the-Planet dieses fruchtbare Gelände für die Kinderstiftung erwerben. Das war möglich dank Stiftungskapital der Familie Finkbeiner und deren Freunden sowie Zustiftungen vieler weiterer Unterstützer. Der Vorbesitzer, ein Investor aus China, hatte die Wälder größtenteils abholzen lassen, um die Fläche für den Reisanbau zu nutzen. Mittlerweile pflanzen 78 Waldarbeiter im Schnitt 5.500 Setzlinge pro Tag, bereiten die Pflanzflächen vor und pflegen die bereits gepflanzten Bäume. In der stiftungseigenen Baumschule wachsen 500.000 Setzlinge heran.

Dazu ziehen die Mitarbeiter aus Samen sieben verschiedenen Baumarten: Mahagoni, Zeder, Weißgummibaum, Mombinpflaume, Trompetenbaum, Kalebassenbaum und Schwarze Sapote. Mit einer überdurchschnittlichen Anwachsrate avancierte die „Rancho Las Américas“ zwischenzeitlich zum Vorzeigeprojekt des mexikanischen Forstministeriums CONAFOR: Die Überlebensrate der Bäume nach einem Jahr liegt bei 94%. Diese Rate ist mehr als vier Mal so hoch wie in Campeche üblich (21%). Plant-for-the-Planet ist der größte Arbeitgeber des Ortes Constitución und darüber hinaus ein sehr geschätzter, weil er überdurchschnittlich hohe Sozialleistungen bietet. Heute leben in der Region bereits weit mehr als 500 Menschen von den Gehaltszahlungen der Stiftung.

Bis zum Jahr 2020 sollen zehn Millionen neue Bäume in Constitución wachsen. Jedes Jahr werden diese Bäume 100.000 Tonnen CO2 aus der Atmosphäre filtern und den Kohlenstoff im Holz speichern. Mit jedem Baum wächst auch ein wertvoller Rohstoff heran. In 15 bis 20 Jahren können die ersten Bäume geerntet und an deren Stelle neue Setzlinge gepflanzt werden. Zu Möbel und Bauholz verarbeitet, speichert das Holz weiterhin jahrzehntelang den Kohlenstoff. Würde der Baum hingegen verrotten, würde sich der gesamte Kohlenstoff mit dem freigesetzten Sauerstoff wieder zu CO2 verbinden; das Ergebnis wäre ein Nullsummenspiel. Bäume ernten, verarbeiten und gleichzeitig wiederaufforsten – dieses Konzept macht Holz zum nachhaltigen Kohlenstoffspeicher. Doch Holz kann nicht nur Kohlenstoff binden, sondern auch direkt den Ausstoß von CO2 vermeiden – und zwar als Baustoff. Heute trägt die Herstellung von Zement zu 7% des CO2- Ausstoßes bei. Sollte es gelingen, Holz weltweit als Baumaterial zu etablieren, würde diese 2 enorme Menge Treibhausgase gar nicht erst in die Atmosphäre gelangen. Vor allem mit Blick auf eine wachsende Weltbevölkerung mit steigendem Wohnungsbedarf ist Holz als Baumaterial einfach genial!

Auch den Menschen vor Ort eröffnet dieses Konzept Perspektiven: Langfristige Arbeitsplätze werden in der holzverarbeitenden Industrie geschaffen. Plant-for-the-Planet plant bereits den Aufbau einer eigenen Holzindustrie in Campeche. Das Gelände der Stiftung reicht direkt bis an die Staatsstraße, sodass künftig auch andere Waldbesitzer dort ihr Holz zu wertvollem Baumaterial und Möbeln sowie die sogenannten „Holzabfälle“, die heute sinnlos über Brandrodung zur Klimaerwärmung beitragen, zu Spanplatten verarbeiten lassen könnten. Die zukünftigen Erträge aus der Holzernte in Campeche fließen der Plant-for-the-Planet Foundation zu, die damit weitere Bäume pflanzen und weitere Kinder zu Botschaftern für Klimagerechtigkeit ausbilden wird. Ingenieur Raul Negrete Cetina leitet die Aufforstung in Campeche ehrenamtlich. Er ist langjähriger Unterstützer von Plant-for-the-Planet und Vater dreier Kinder, die als Botschafter für Klimagerechtigkeit das Wissen rund um Bäume und Klimakrise weiterverbreiten. Raul Negrete vertritt die Plant-for-the-Planet Mexico A.C. in Playa del Carmen. Zusammenarbeit von ITS Billa Reisen mit Plant-for-the-Planet.

Über die Kooperation

Bereits seit 2012 unterstützt ITS BILLA REISEN, eine Marke der REWE Austria Touristik, die Kinder- und Jugendinitiative mit Spenden für einen Baum pro Person und gebuchte Flugreise. Seit 2015 beteiligt sich auch die Marke JAHN REISEN an der Baumpflanzkampagne. Zuerst pflanzten Partner von Plant-for-the-Planet in Kuala Gula Bundesstaat Perak, Malaysia, Bäume – vor allem Mangroven – für die REWE Austria Touristik. In Mexiko auf dem stiftungseigenen Gelände pflanzen die Mitarbeiter der Stiftung seit 2014 die Bäume für REWE Austria Touristik. Das Projekt wird fortgesetzt. Alle Reisenden des Veranstalters werden über dieses Engagement und dessen Fortschritt informiert. Sie dürfen anhand eines in die Reiseunterlagen eingedruckten aumgutscheines selbst ein von Kindern gestaltetes Bäumchen auf www.plant-for-the-planet.org in eine virtuelle Landschaft pflanzen. Hier erfahren sie auch, wie sie selbst weitere Bäume pflanzen können. Ob nun mit Spaten und Gießkanne im eigenen Garten oder über eine Spende an Plant-for-the-Planet.

Für einen Euro pflanzt die Stiftung einen Baum auf stiftungseigenem Grund. Jeder Spender kann seine Bäume auch persönlich in Constitución in Mexiko besuchen. Seit Beginn der Zusammenarbeit werden auf Akademien jedes Jahr Botschafter für Klimagerechtigkeit ausgebildet – in Österreich sowie in der ganzen Welt. Pro Akademie am Standort Wien werden zusätzlich zwei Akademien in Ländern des Südens querfinanziert. Bis Ende September konnte Plant-for-the-Planet so über 1.000 Botschafter für Klimagerechtigkeit ausbilden – 349 davon in Österreich und mehr als 700 in mehreren sich entwickelnden Ländern

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