AGM: Gemeinsam gegen Lebensmittelverschwendung

Autorin Melanie Prammer Projektmanagement Nachhaltigkeit

Vermeidbare Lebensmittelabfälle in der Gastronomie und Hotellerie bis 2020 halbieren und damit Kosten im Betrieb sparen: Das ist das Ziel der Unilever-Brancheninitiative „united against waste“. AGM als Lead++-Partner unterstützt gemeinsam mit anderen Unternehmen den Kampf gegen den Abfall und für die Umwelt.

Lebensmittelabfälle: Analyse und Maßnahmen

Geschätzte 150.000 Tonnen an Lebensmittelabfällen werden jährlich allein in Österreich aus Gastronomie und Großküchen entsorgt. Genaue Daten zu Mengen und Zusammensetzung fehlen aber. Die Plattform „united against waste“ hat es sich nun zum Ziel gesetzt, genau zu analysieren, wo welche Abfälle entstehen und wie diese in Zukunft deutlich minimiert werden können.

AGM Geschäftsführer Josef Pirker betont die enorme Verantwortung, die nicht nur beim Großhandel und seinen KundInnen, sondern auch bei jedem einzelnen Menschen liegt: „In der Gastronomie gibt es in jedem Fall Handlungsbedarf. Trotz hohem Preisbewusstsein der KundInnen landen im Extremfall bis zu einem Drittel der Lebensmittel am Ende der Kette in der Entsorgung, wie Zahlen aus der Schweiz belegen. AGM sieht sowohl für den Lebensmittelgroßhandel als auch für GastronomInnen und EndkundInnen enormes Einsparungspotenzial – aus ethischen sowie aus ökonomischen Gründen.“

Start der Testreihe in 30 Betrieben

Gemeinsam mit Unilever Foodsolutions und Gemeinschaftsverpflegern wird AGM 2014 eine Testreihe in insgesamt 30 Betrieben organisieren und mitfinanzieren. Dabei wird das Lebensmittelabfallteam der Universität für Bodenkultur Wien eine vertiefende Abfallanalyse erstellen, Vermeidungsstrategien ableiten und damit die Grundlage für Maßnahmen in der gesamten Branche schaffen, die ab 2015 zur Anwendung kommen können.

Die Plattform „united against waste“ wird so über mehrere Jahre die Datenlage verbessern, Benchmarking-Angebote schaffen und am Ende effektive und passgenaue Müllvermeidungsstrategien entwickeln. „So soll es möglich sein, die vermeidbaren Lebensmittelabfälle bis zum Jahr 2020 zu halbieren. Das Ziel ist, KundInnen aus Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung Vermeidungsstrategien, Hilfestellungen und unter dem Strich eine deutliche Kostenersparnis zu bieten“, führte Pirker bei einem gemeinsamen Pressegespräch weiter aus.

Zahlreiche Partnerunternehmen stellten ihre Motivation zur Partizipation an dem Projekt vor: Iglo sucht nach immer besseren Möglichkeiten, um Lebensmittel haltbar zu machen; Münzer will das Potenzial der unvermeidbaren Lebensmittelabfälle nutzen, um Bioenergie herzustellen. Untermauert wurde das Projekt auch von GLOBAL 2000 und den Ausführungen zu Ökobilanzen: Je nach Abfallmenge und Art (Fleisch, Gemüse, Stärkebeilagen) variiert der Energie- und Ressourcenverbrauch erheblich.

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