2017 hat das Plastiksackerl ausgedient

Jan Dörrich
Autor Jan Dörrich Leitung Fachbereich Grüne Produkte

Anfang 2017 entschieden wir uns zu einer flächendeckenden Umstellung von Plastik- auf Permanent- und Papier-Tragetaschen für den Heimtransport des Einkaufs. Unsere KundInnen werden in den Märkten und Filialen von BILLA, MERKUR, PENNY, BIPA und ADEG zukünftig dann nur mehr Permanent- und Papier-Tragetaschen angeboten, letztere zu einem vergleichbaren Preis, wie bisher für das Plastiksackerl:

Unser Ziel ist es aber, nicht einfach eine Einweg-Tragetasche aus Plastik durch eine aus Papier zu ersetzen, sondern im Sinne höchstmöglicher Ressourcenschonung unseren Kundinnen und Kunden die Mehrfach-Nutzung ans Herz zu legen und durch geeignete Angebote zu unterstützen. Damit setzen wir konsequent und logisch unseren Weg der Reduktion von Kunststoff-Tragetaschen fort.

Im Sinne nachhaltigen und verantwortungsvollen unternehmerischen Handelns haben wir an der freiwilligen Selbstverpflichtung des österreichischen Handels zur Reduktion von Plastik- und Einweg-Tragetaschen beteiligt, wobei unsere Handelsfirmen (BILLA, MERKUR, PENNY, BIPA, ADEG) bereits zahlreiche Maßnahmen für eine Reduktion von Plastikabfall gesetzt haben: So werden u.a. bereits seit 2012 nur mehr Plastik-Tragetaschen aus Altkunststoff verkauft, was zu einer Reduktion von 700 Tonnen Kunststoff und 50 Prozent der CO2-Emissionen pro Jahr geführt hat. Alternativ zu den Plastiksackerln wurden den KundenInnen auch schon bisher Papier- und Permanent-Tragetaschen sowie Plastiksackerln (aus recyceltem Kunststoff und aus gentechnikfreier Maistärke oder Zuckerrohr) angeboten. Seit 1.7.2016 sind - im Sinne der freiwilligen Selbstverpflichtung - auch die sogenannten Knotenbeutel nur mehr im Obst/Gemüse- und Frische-Bereich zu finden und liegen nicht mehr zur freien Entnahme an den Kassen auf.

Zahlreiche diesbezügliche Anregungen von KundenInnen sowie aktuelle Kundenumfragen bestärken uns in diesem Schritt, den Verkauf von Plastiksackerln zu stoppen: so finden es insgesamt 80 Prozent der Befragten sehr gut (51 Prozent) oder gut, dass in Geschäften Plastiksackerl nur mehr kostenpflichtig abgegeben werden. Rund die Hälfte der Befragten wünscht sich sogar ein Verbot. Und mehr als 80 Prozent setzen schon jetzt auch auf Mehrfachnutzung und/oder Permanent-Tragealternativen für den Transport ihrer Einkäufe.

Fokus auf Mehrfach-Nutzung spart mehr als 31 Millionen Plastiksackerl pro Jahr laut Umweltbundesamt GmbH ist eines der größten Probleme mit Plastik-Abfällen das sogenannte Littering (das achtlose Wegwerfen von Abfällen im öffentlichen Raum). Auch wenn ein Teil der weggeworfenen Plastikabfälle durch Straßen-, Flur- und Gewässerreinigung wieder eingesammelt wird, verbleibt der Rest in der Umwelt und kann selbst aus dem Binnenland Österreich durch Windverfrachtungen und Transport in Fließgewässern bis ins Meer gelangen. Dort dauert der vollständige Abbau von zum Beispiel Plastiksackerln aus Polyethylen (PE) zehn bis 20 Jahre (Umweltbundesamt Dessau 2013).

 

P.S.: Du willst uns aktiv auf unserem "Raus aus Plastik!" Weg unterstützen? Dann verrate uns jetzt - im Rahmen unseres Ideenwettbewerbs - deine innovativen Vorschläge wie wir noch mehr Plastik in unseren Supermarktregalen einsparen können. Hier gelangst du gleich direkt zum Wettbewerb!

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