Nachhaltigere Verpackungen

Jan Dörrich
Autor Jan Dörrich Projektmanagement Nachhaltigkeit

Die Verpackung eines Produktes ist in den Augen der Kunden weiterhin eines der zentralen Merkmale eines nachhaltigeren Produktes. Das liegt neben der deutlichen Sichtbarkeit der Verpackung auch daran, dass das Thema in den vergangenen Jahren stark durch politische Debatten und Regulierungen geprägt wurde. Aus diesen Gründen setzt sich die REWE International AG bereits seit 2010 mit den Anforderungen an eine nachhaltige Verpackungspolitik aus Konsumentensicht, der ökologischen und gesellschaftlichen Perspektive und den vertriebs- und betriebswirtschaftlichen Notwendigkeiten auseinander.

Dabei hat sich schnell gezeigt: Beim Thema Verpackungen gibt es keine einfachen Lösungen. Entscheidungen für die Bevorzugung einzelner Nachhaltigkeitsdimensionen (z.B. Verringerung des Gewichts) führen schnell zu Defiziten bei anderen Aspekten (z.B. Produktsicherheit oder Haltbarkeit). In diesem Zusammenhang müssen bei Verpackungen immer fünf wesentliche Nachhaltigkeitsaspekte berücksichtigt werden: "Schutz des Produkts", "Nachhaltigere Materialien", "Effizienter Materialeinsatz", "Verpackung im Kreislauf halten" und "Transporte". Ein wesentliches Ziel in der Nachhaltigkeitsstrategie der REWE International AG ist es, den Anteil an umweltschonenden Verpackungsmaterialien auszubauen. 

Green Packaging bei "Ja! Natürlich" 

Unter dem Motto "Bio in Hülle und Fülle" setzt "Ja! Natürlich" bereits seit 2011 auf Green Packaging. Das Ziel ist der schrittweise Ausstieg aus Plastik. Dazu wurde bei Obst und Gemüse bereits auf Zellulosefolien anstatt der bisher verwendeten Kunststofffolien umgestellt. Kartontassen ersetzen Plastiktassen und die Gemüsenetze und Etiketten bestehen zu 100 Prozent aus nachwachsender, biologisch abbaubarer Naturfaser. Das verarbeitete Holz stammt aus garantiert FSC-zertifizierter Produktion. Dabei werden soziale und ökologische Standards – wie Gentechnik-Verzicht oder effizienter Transport – strikt eingehalten. Durch die schrittweise Umstellung auf umweltschonende Verpackungen werden jährlich rund 90 Tonnen Plastik eingespart.

Mitte 2017 wurden die ersten Produkte auf Tassen aus Graspapier verpackt, das durch die Kombination von sonnengetrocknetem Gras und Frischfaser erzeugt wird. Es besteht zu 100 Prozent aus nachwachsenden Rohstoffen, enthält keinerlei Schadstoffe und punktet durch Einsparungen beim Wasser- und Energieverbrauch.

"bi good": Verpackungen nach Öko-Standards

Im Jahr 2014 führte BIPA die umweltfreundliche Eigenmarke "bi good" ein, bei deren Materialien auf den größtmöglichen Recyclinganteil geachtet wird. So bestehen die "bi good" Waschmittelflaschen – wie Eierkartons – aus Formfasermaterial. Dieses wird zu 100 Prozent aus Altpapier gewonnen. Die Kosmetiktuben bestehen zu 60 Prozent aus Recyclingmaterial, die Flaschen und Kartonverpackungen zu 100 Prozent. Im September 2015 wurden zudem die innovativen Nachfüllkapseln für Bad- & Glasreiniger eingeführt.

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