Nachhaltigere Sortimentsgestaltung

Jan Dörrich
Autor Jan Dörrich Leitung Fachbereich Grüne Produkte

Die REWE International AG arbeitet kontinuierlich daran, ihre Lieferketten sozial und ökologisch verträglicher zu gestalten. Dabei setzen wir auf international anerkannte Zertifizierungsstandards und formulieren eigene Anforderungen im Rahmen unserer Leitlinien.

Gestiegene Anforderungen an Qualität und Transparenz

Knappere Zeitressourcen und steigende Ansprüche an Qualität und Transparenz haben in den vergangenen Jahren zu einem geänderten Kaufverhalten beim Lebensmitteleinkauf geführt. Regelmäßige Meinungsumfragen zeigen, dass rund zwei Drittel der KundInnen beim Einkauf zunehmend Wert auf Nachhaltigkeit legen. Dies umfasst sowohl die Herkunft der Produkte als auch die sozialen und ökologischen Herstellungsbedingungen sowie gesundheitsverträgliche Aspekte.

Vor dem Hintergrund dieser steigenden Ansprüche wollen wir unseren Kunden daher bestmöglich bei ihrer Kaufentscheidung unterstützen und ihnen ein qualitativ hochwertiges Sortiment anbieten. Frische, Sicherheit und Qualität bilden darum die Basis-Kriterien für nachhaltigere Sortimente.

Besonderes Augenmerk legt die REWE International AG auch auf soziale und ökologische Aspekte - sowohl bei der Herstellung der Produkte für Eigenmarken als auch bei den Anforderungen an die Lieferanten. Die Berücksichtigung dieser Kriterien findet sich in der Leitlinie für Nachhaltiges Wirtschaften wieder, die 2011 veröffentlicht wurde. Auf Grundlage dieser Leitlinie wurden nachhaltigkeitsrelevante Mindeststandards für Eigenmarken festgelegt, die über den gesetzlichen Bestimmungen liegen. Weiterführende spezifische Leitlinien wurden seitdem für Palmöl- und Kakaoprodukte, Fische, Krebs- und Weichtiere und Soja als Futtermittel erstellt.

Für Obst und Gemüse wurde 2002 gemeinsam mit der Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 das Pestizidreduktionsprogramm entwickelt, das kontinuierlich angepasst wird. Der Erfolg des Programms wurde auch durch eine Greenpeace Marktcheck-Auszeichnung im Mai 2016 bestätigt.

Um soziale Mindeststandards bei internationalem Obst und Gemüse sicherzustellen, müssen alle Erzeuger diese seit 2016 durch externe Audits (z.B: GRASP, SA8000, SAN, ETI, BSCI) belegen.

Mit eigenen Richtlinien für Ja! Natürlich will die REWE International AG auch bei Bio-Produkten besser als der Markt sein.

Standards für nachhaltigere Produkte

Zur Bewertung des Key Performance Indicator "Nachhaltigere Produkte" orientiert sich die REWE International AG an über 25 Labels, Zertifikaten und Standards, die nachhaltigere Produkte auszeichnen. Wesentliche Kriterien für die Auswahl sind Glaubwürdigkeit, Transparenz und eine unabhängige Kontrolle durch Dritte. Dazu zählen Labels wie ASC (Aquaculture Stewardship Council), Bio, Fairtrade, Friend of the Sea, FSC (Forest Stewardship Council), Ohne Gentechnik hergestellt, MSC (Marine Stewardship Council), PEFC (Programme for the Endorsement of Forest Certification), PRO PLANET und Rainforest Alliance.

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