2017 hat das Plastiksackerl ausgedient

Autor Jan Dörrich Projektmanagement Nachhaltigkeit

Ab 1.Jänner 2017 starten wir die Umstellung von Plastik- auf Permanent- und Papier-Tragetaschen für den Heimtransport des Einkaufs. Im Laufe des ersten Halbjahrs 2017 soll das Plastiksackerl dann endgültig ausgedient haben. Unsere KundInnen werden in den Märkten und Filialen von BILLA, MERKUR, PENNY, BIPA und ADEG zukünftig dann nur mehr Permanent- und Papier-Tragetaschen angeboten, letztere zu einem vergleichbaren Preis, den sie bisher für ein Plastiksackerl gezahlt haben:

"Unser Ziel ist es aber, nicht einfach eine Einweg-Tragetasche aus Plastik durch eine aus Papier zu ersetzen, sondern im Sinne höchstmöglicher Ressourcenschonung unseren Kundinnen und Kunden die Mehrfach-Nutzung ans Herz zu legen und durch geeignete Angebote zu unterstützen. Damit setzen wir konsequent und logisch unseren Weg der Reduktion von Kunststoff-Tragetaschen fort", betont Frank Hensel, Vorstandsvorsitzender der REWE International AG.

Im Sinne nachhaltigen und verantwortungsvollen unternehmerischen Handelns haben wir uns bereits Anfang Mai an der freiwilligen Selbstverpflichtung des österreichischen Handels zur Reduktion von Plastik- und Einweg-Tragetaschen beteiligt, wobei unsere Handelsfirmen (BILLA, MERKUR, PENNY, BIPA, ADEG) bereits zahlreiche Maßnahmen für eine Reduktion von Plastikabfall gesetzt haben: So werden u.a. seit 2012 nur mehr Plastik-Tragetaschen aus Altkunststoff verkauft, was zu einer Reduktion von 700 Tonnen Kunststoff und 50 Prozent der CO2-Emissionen pro Jahr geführt hat. Alternativ zu den Plastiksackerln wurden den KundenInnen auch schon bisher Papier- und Permanent-Tragetaschen sowie Plastiksackerln (aus recyceltem Kunststoff und aus gentechnikfreier Maistärke oder Zuckerrohr) angeboten. Seit 1.7.2016 sind - im Sinne der freiwilligen Selbstverpflichtung - auch die sogenannten Knotenbeutel nur mehr im Obst/Gemüse- und Frische-Bereich zu finden und liegen nicht mehr zur freien Entnahme an den Kassen auf.

Zahlreiche diesbezügliche Anregungen von KundenInnen sowie aktuelle Kundenumfragen bestärken die REWE International AG in ihrem Schritt, den Verkauf von Plastiksackerln zu stoppen: so finden es insgesamt 80 Prozent der Befragten sehr gut (51 Prozent) oder gut, dass in Geschäften Plastiksackerl nur mehr kostenpflichtig abgegeben werden. Rund die Hälfte der Befragten wünscht sich sogar ein Verbot. Und mehr als 80 Prozent setzen schon jetzt auch auf Mehrfachnutzung und/oder Permanent-Tragealternativen für den Transport ihrer Einkäufe.

Fokus auf Mehrfach-Nutzung spart mehr als 28 Millionen Plastiksackerl pro Jahr Laut Umweltbundesamt GmbH ist eines der größten Probleme mit Plastik-Abfällen das sogenannte Littering (das achtlose Wegwerfen von Abfällen im öffentlichen Raum). Auch wenn ein Teil der weggeworfenen Plastikabfälle durch Straßen-, Flur- und Gewässerreinigung wieder eingesammelt wird, verbleibt der Rest in der Umwelt und kann selbst aus dem Binnenland Österreich durch Windverfrachtungen und Transport in Fließgewässern bis ins Meer gelangen. Dort dauert der vollständige Abbau von zum Beispiel Plastiksackerln aus Polyethylen (PE) zehn bis 20 Jahr(Umweltbundesamt Dessau 2013).

Mit dem Schritt, zukünftig die Mehrfach-Nutzung von Tragetaschen zu forcieren, leisten wir gemeinsam mit unseren KundInnen einen wesentlichen Beitrag – nicht weniger als 28 Millionen Plastiksackerl pro Jahr werden so bei BILLA, MERKUR, PENNY, BIPA und ADEG durch alternative Tragetaschen ersetzt, die möglichst mehrfach genutzt werden sollen. Das Angebot von Knotenbeuteln im Obst/Gemüse- und Frische-Bereich sowie von Permanent-Kühl-Tragetaschen für Tiefkühl-Produkte bleibt unverändert bestehen.

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