BILLA eröffnet neue Prototyp-Filiale für barrierefreies Einkaufen in Wien

Autor Alfred Matousek Projektmanagement Nachhaltigkeit

Am 5. April 2016 wurde in Wien Simmering "BILLA ohne Grenzen" eröffnet, eine neue Prototyp-Filiale für barrierefreies Einkaufen, in der erweiterte Maßnahmen zur Barrierefreiheit für Seh- und Hörbehinderte und in ihrer Mobilität eingeschränkte KundInnen sowie ältere Menschen eingesetzt und erpropt werden. Diese Maßnahmen wurden in der Planungsphase von rd. 6 Monaten im Dialog mit Betroffenen entwickelt und sollen in der Folge von weiteren Standorten übernommen werden können.

Die Maßnahmen reichen von einfachen Adaptionen bis zu aufwendigen Umstellungen, ergänzt durch spezielle Schulungen für die Filial-MitarbeiterInnen, zu den wichtigsten Maßnahmen zählen:

  • Taktile Leitlinien im Eingangsbereich vom Gehsteig bis zum zentralen Info-Point in der Filiale mit Drucktaster um Unterstützung durch das Personal anzufordern, taktilem Plan des Verkaufsraums, Lupe zum Mitnehmen, Leih-Rollstuhl und Leih-Rolator sowie Screen für Online-Shop Bestellungen, W-Lan, fahrbare Obstwaage bei Obst & Gemüse, Kontrastfarbe weiß auf schwarz bei den Bildschirmanzeigen
  • Stationäre Induktionsanlage im Feinkostbereich für BenutzerInnen von Hörgeräten mit angepasster Entnahmehöhe beim Gebäckspender, die Höhe des Flaschenrückgabeautomaten wurde ebenfalls reduziert
  • Behindertengerechtes Kundinnen-WC, Krückenhalter an allen Einkaufswagen, Defribilator für Notfälle
  • Barrierefreier Kassabereich mit Induktionsanlage, größerer Durchgangsbreite, angepasster Situierung des Bildschirms und der Bankomat-Terminals sowie der Kassenwanne für leichteres Einräumen der Ware

Inklusion ist ein wesentlicher Bestandteil der umfassenden Nachhaltigkeitsstrategie der REWE International AG, die sich seit 2008 strukturiert mit dem Thema Barrierefreiheit beschäftigt und in laufendem Dialog mit Behindertenorganisationen steht. Die Überlegungen und Maßnahmen des Disability Managements in der REWE International AG umfassen zum einen die Barrierefreiheit für KundInnen von BILLA, MERKUR, PENNY, ADEG und BIPA, aber auch die verstärkte Integration von Menschen mit Behinderung als MitarbeiterInnen. So ist es im vergangenen Jahr gelungen, die Anzahl von Menschen mit Behinderung auf rd. 400 MitarbeiterInnen und damit rd. 1% zu erhöhen, dieser Anteil soll sukzessive weiter ausgebaut werden.

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